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Autor/inThompson, Christiane
TitelZur Instrumentalisierung der 'aufklärerischen Universität'. Eine Analyse von zwei Erklärungen zur akademischen Redefreiheit.
Paralleltitel: Instrumentalisation of the 'aufklärerische Universität' [University of Enlightenment]. An analysis of two explanations for academic free speech.
QuelleIn: Zeitschrift für Pädagogik, 64 (2018) 6, S. 749-767
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-3247
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-221722
SchlagwörterKommunikation; Aufklärung (Phil); Demokratie; Konservatismus; Meinungsfreiheit; Streitkultur; Universität; Akademische Freiheit; Diskurs; Kontrolle
AbstractAktuell entspinnt sich international eine Debatte um die Einschränkung der freien Rede an Universitäten. Darunter werden sehr unterschiedliche Phänomene gefasst, wie zum Beispiel der Boykott von Vorträgen zu politisch kontroversen Themen oder auch die Einführung universitärer Verhaltenskodizes und Sprachregelungen. Der Beitrag beleuchtet das Erstarken eines konservativen Diskurses, der die Wiedereinsetzung einer 'aufklärerischen Universität' gegen Political Correctness fordert. An zwei Erklärungen zur akademischen Redefreiheit wird gezeigt, wie diese die Einschränkung akademischer Freiheit mit bestimmten Theorietraditionen oder politischen Auseinandersetzungen in Verbindung bringen. Zum einen wird die sogenannte "Academic Bill of Rights" aus dem US-amerikanischen Kontext, lanciert vom rechtskonservativen Aktivisten David Horowitz, und zum anderen die kürzlich vom Deutschen Hochschulverband verabschiedete Resolution "Zur Streit- und Debattenkultur an Universitäten" daraufhin analysiert, wie sie Aufklärung und Öffentlichkeit der Universität verstehen und instrumentalisieren bzw. engführen. Die argumentative Analyse wird durch das systematische Anliegen bzw. die Frage gerahmt, wie die,Öffentlichkeit der Universität' angesichts der Entauratisierung von Wissenschaft und Demokratie verstanden werden kann. (DIPF/Orig.)

Currently, there is an expanding international debate on academic freedom and censorship in universities. The debate refers to very different phenomena, for example, the boycot of controversial speakers or the enactment of university speech regulations. The article examines how conservative discourses gain strength in mobilizing enlightenment claims against political correctness. More precisely, it analyses two declarations of academic freedom to explain how they connect censorship with particular theory traditions and political struggles. The so-called 'Academic Bill of Rights', promoted by the conservative activist David Horowitz in the US, and the recently confirmed resolution of the Deutscher Hochschulverband (DHV) - 'On the Culture of Conflict and Debate in Universities' - are scrutinized in terms of their limited or instrumental view of enlightenment. The argumentative analysis is framed by the question of how the public dimension of the university can be conceptualised given the de-mystification of science and democracy. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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