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Sonst. PersonenValtin, Renate (Hrsg.)
TitelZur Entwicklung sozialkognitiver und moralischer Konzepte I. Was Kinder über Geheimnisse, Petzen und Strafe denken.
QuelleBerlin (2020), 92 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monographie
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-206272
SchlagwörterKindheit; Kind; Kind-Eltern-Beziehung; Moralische Entwicklung; Soziale Entwicklung; Kognitive Entwicklung; Perspektive; Geheimnis; Petzen; Einstellung (Psy); Geheimhaltung; Peer-Beziehungen; Bestrafung; Strafe; Körperliche Züchtigung; Moralisches Urteil; Entwicklungspsychologie; Moral; Forschungsstand; Freundschaft; Peer Group; Sozialisationsforschung; Entwicklungstheorie; Internationaler Vergleich; Piaget, Jean; Qualitatives Interview; Deutschland; Australien
AbstractDie Veröffentlichung präsentiert Ergebnisse von Einzelinterviews mit je 100 deutschen und australischen Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren zu den Themen Geheimnis, Geheimnisverrat, Petzen und Strafe. Mit Kindern reden, Kindern zuhören, die Weltsicht von Kindern erschließen, Inhalte und Strukturen kindlichen Denkens zu erforschen - dies ist der Leitgedanke des Projekts. Es steht in der Tradition von Piaget und den von ihm beeinflussten Psychologen Kohlberg und Selman, die mit ihren Studien zum moralischen Bewusstsein bzw. zur sozialen Perspektivenübernahme wichtige Anstöße zur Erforschung der Entwicklung moralischer und sozialkognitiver Konzepte geliefert haben. Die hier präsentierte Veröffentlichung enthält eine Aktualisierung und substantielle Erweiterung des Artikels zum Geheimnis von Valtin, Flitner & Watson (1998), einen Originalbeitrag über Petzen sowie eine um Daten der australischen Stichprobe erweiterte und aktualisierte Fassung eines Beitrags zu Strafe von Valtin & Walper (1991). Obwohl die Daten aus einer weit zurückliegenden Studie stammen, sind sie - blickt man auf den Stand der Forschung - nach wie vor höchst aktuell, zumal es nur wenige qualitative Interviewstudien mit Kindern gibt. Im Vergleich mit nachfolgenden Forschungsarbeiten ist das Design unserer Studie umfassender angelegt, und zwar in Bezug auf die untersuchte Altersspanne (Fünf- bis Zwölfjährige), die Inhalte des Geheimnisses bzw. Petzens sowie die Adressaten der Mitteilung (Mutter, Freund). Die Ergebnisse verweisen nicht nur auf unterschiedliche Strukturen im begrifflichen Verständnis von Geheimnis, Petzen und Strafe, sondern sind auch sozialisationstheoretisch von Interesse und zeigen die Bedeutung von Freunden bei der notwendigen Verselbständigung der Kinder gegenüber den Eltern und belegen die sozialisierende Funktion von Freundschaften. (Autorin)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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