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AutorBrügelmann, Hans
Sonst. PersonenBode-Kirchhoff, Nina (Mitarb.); Bohnenkamp, Albrecht (Mitarb.); Brinkmann, Erika (Mitarb.); Nickel, Sven (Mitarb.); Reiske, Jennifer (Mitarb.)
TitelLeises und funktionales Lesen stärken! Empirische Studien zeigen: Leseförderung lebt von einem reichen, didaktisch strukturierten Methoden-Repertoire - braucht aber auch eine klare pädagogische Haltung. Zweite, ergänzte Fassung
Quelle(2020), 19 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monographie
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-203566
SchlagwörterSchriftspracherwerb; Lese-Rechtschreib-Schwäche; Lesenlernen; Leseförderung; Leseforschung; Lesefertigkeit; Lesegeschwindigkeit; Leseinteresse; Lesekompetenz; Leselehrgang; Lesemotivation; Leseübung; Leseschwierigkeit; Leseschwäche; Lesetechnik; Lesetraining; Textverständnis; Freies Lesen; Lesen; Lesemethode; Primarbereich; Anfangsunterricht; Deutschunterricht; Methode; Fachdidaktik; Lektüre
AbstractAktuell gibt es in unseren Schulen einen erheblichen Nachholbedarf für die Förderung und Unterstützung freier Leseaktivitäten. Aber in der didaktischen Diskussion werden z. Zeit Lautlese-Verfahren und Strategie-Trainings favorisiert. Auf der Basis der im Beitrag referierten Forschungsbefunde plädieren die Autoren stattdessen für eine Stärkung des leisen Lesens selbst gewählter Lektüre im Unterricht. Diese Forderung ist keine Absage an das gezielte Üben schwach entwickelter Teilleistungen. Deren Trainings sollten aber subsidiär zu funktionalen Aktivitäten eingesetzt werden, sie sollten inhaltlich einen Sinnbezug sicherstellen und möglichst für die Interessen der Kinder offen sein. Die Rolle von Lautlese-Verfahren und Strategie-„Trainings“ ist insofern zu relativieren - als einem Element eines breiteren Repertoires an didaktisch-methodischen Formaten. Die zentralen Thesen des Papiers: Teil-Kompetenzen sollten nicht additiv vermittelt werden, sondern integrativ (Lernen im Gebrauch); Übungen sollten nicht isoliert organisiert werden, sondern funktional (z. B. Lesen üben für Vortrag oder Theater) und an persönlich bedeutungsvollem Material (freie Wahl) statt an vorgegebenen Texten; insgesamt geht es um ein balanciertes Repertoire verschiedener Methoden statt einer Vereinseitigung einzelner Aktivitäten als „Rezept“, d. h. auch: statt gleicher Aufgaben für alle gezielt gewählte Aufgaben für bestimmte Schüler*innen(gruppen) an kritischen Stellen des Erwerbsprozesses. Und beim Verweis auf empirische Befunde zugunsten einzelner Methoden ist zu beachten: Die Mittelwerte aus Evaluationsstudien (und erst recht aus Metaanalysen) bieten nur Hypothesen zu ihrem Potenzial, die vor Ort konzept- und kontextspezifisch differenziert werden müssen. (Autoren)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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