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AutorKrondorfer, Birge
TitelBildung und Humanität? Ein Plädoyer wider die Fortschrittsgläubigkeit.
Paralleltitel: Education and humanity? An argument against belief in progress.
QuelleIn: Magazin Erwachsenenbildung.at, 14 (2020) 39, 8 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1993-6818
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-189791
SchlagwörterErwachsenenbildung; Humanismus; Humanistische Bildung; Bildung; Fortschritt; Autonomie; Bildungsideal; Entfremdung; Erziehungsphilosophie
AbstractHumanistische Bildung und die europäische Aufklärung haben bis heute geltende Wertmaßstäbe für Selbstbestimmung, Befreiung von Herrschaft und Weltbürgertum gesetzt. Obgleich diese Ideale anfangs ausschließlich für Männer konzipiert waren, so die Argumentation des vorliegenden Beitrages, müssen sie immer wieder erinnert werden. Erinnert werden müsse auch die zeitgleiche Entwicklung des neuzeitlichen Wirtschaftsmodells, das Emanzipation durch Monetarisierung, Wachstum und Beschleunigung zum Ziel hatte und dessen zerstörende Konsequenzen heute offensichtlich werden: Quantität (statt Qualität, Individualität), Messbarkeit (statistische Gewalt) und die Denkstruktur der Logik (Widerspruchsfreiheit, Subsumptions logik) sind, wie die Autorin aufzeigt, notwendige Bedingungen einer global erfolgreich gewordenen Produktivität. Das Individuum ist in dieser Logik funktionstüchtiger als (bestehende) soziale Konstellationen. Doch wie kann sich der entwertete „ganze“ Mensch wehren? Wie können Selbstreflexion und Systemkritik ihren Ort, ihre „kollektive Autonomie“ finden? Orte und Zeiten für Opposition und Alternativen zum vorherrschenden rein immanenten Fortschrittsglauben scheinen nicht vorgesehen. Daher, so das Fazit der Autorin, bedarf es umso dringlicher einer Bildung, die erschüttert, und einer Aufklärung, die ihre eigenen Widersprüche reflektiert. (DIPF/Orig.)

Humanistic education and the European enlightenment have set the standards for values for self-determination, liberation from domination and cosmopolitanism that are still valid today. These ideals must be remembered time and again, the author argues, even if they were initially conceived exclusively for men. Above all, the simultaneous development of the modern economic model must be remembered, a model whose goal was emancipation through monetarization, growth and acceleration and whose destructive consequences are apparent today: Quantity (instead of quality, individuality), measurability (statistical violence) and the thought structure of logic (lack of contradictions, logic of subsumption), as the author shows, have become necessary conditions for a productivity that has become successful globally. According to this logic, the individual is more functional than (existing) social constellations. Yet how is self-defence possible for a devalued “complete” human being? How can self-reflection and criticism of the system find their place, their “collective autonomy”? Places and times for opposition and alternatives to the predominant, purely intrinsic belief in progress do not seem to be intended, which is why the author finds that an education that undermines and an enlightenment that reflects its contradictions are even more urgently required. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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