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AutorOelkers, Jürgen
TitelÖffentliche Bildung und partizipatorische Demokratie. Ein Essay.
Paralleltitel: Public education and participatory democracy. An essay.
QuelleIn: Magazin Erwachsenenbildung.at, 14 (2020) 39, 9 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1993-6818
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-189724
SchlagwörterErwachsenenbildung; Humanismus; Humanistische Pädagogik; Demokratische Bildung; Öffentliche Erziehung; Partizipation; Demokratie; Bildung; Schulbildung; Politische Erwachsenenbildung; Bürgerbeteiligung; Geschichte (Histor); Montesquieu, Charles Louis de Secondat; Pestalozzi, Johann Heinrich; Demokratieverständnis; Dewey, John; Rousseau, Jean-Jacques
AbstractDer vorliegende Essay zeichnet das Verhältnis von Bildung und Demokratie nach, beginnend bei Montesquieus Regierungsform als Erziehungsform über Pestalozzis Bildung des Volkes und Tanners Bildung für die Demokratie bis hin zu Deweys Demokratie als Lebensform. Mit einem Blick auf Rousseaus Pädagogik den historischen Streifzug beschließend, untersucht der Autor u.a. die Rolle öffentlicher Schulbildung, die er (da mehr oder weniger normierend) für letztlich unverzichtbar hält. Wenn Demokratie als Lebensform verstanden werden soll, so eine der Schlussfolgerungen des Beitrages, dann könne der Staat nicht einfach die politische Erziehung des Volkes verordnen, sondern müsse sich auf das Volk beziehen und einlassen. Das Volk andererseits müsse sich auf die Kunst des Neinsagens verstehen, also Regierungshandeln mit Skepsis begegnen und gegenüber jeder amtlichen Suggestion möglichst immun sein. Übersetzt in die heutige Sprache entsteht der demokratische Habitus in der lebensweltlichen Kommunikation, in der Zivilgesellschaft, mit Aufgaben und Ämtern, die BürgerInnen bewältigen, denen man zutraut, dass sie sich um die Belange des Gemeinwesens kümmern können. (DIPF/Orig.)

This essay goes over the relationship between education and democracy, beginning with Montesquieu‘s form of government as a form of education to Pestalozzi‘s education of the people and Tanner‘s education for democracy up to Dewey‘s democracy as a way of life. Completing the historical survey by regarding Rousseau‘s pedagogy, the author investigates the role of education in state-run schools, which he ultimately believes is indispensable (since it is more or less normative). One of the article‘s conclusions is that if democracy should be understood as a way of life, then the state cannot simply order the political education of the people but must be open to their needs and meet them on equal ground. On the other hand, the people must understand the art of saying no, which means greeting government action with skepticism and remaining as immune as possible to every suggestion of the government. Translated into contemporary language, the democratic habitus emerges in lifeworld communication, in civil society, with responsibilities and agencies that manage citizens, that are entrusted with taking care of matters related to the public interest. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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