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AutorenFalkenberg, Kathleen; Vogt, Bettina; Waldow, Florian
TitelStändig geprüft oder kontinuierlich unterstützt? Schulische Leistungsbeurteilung in Schweden zwischen formativem Anspruch und summativer Notwendigkeit.
Paralleltitel: Constant examination or continuos support? Assessment practices in Sweden between formative aspiration and summative necessity.
QuelleIn: Zeitschrift für Pädagogik, 63 (2017) 3, S. 317-333
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-3247
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-185429
SchlagwörterEmpirische Untersuchung; Fallstudie; Interview; Schulsystem; Übergang; Grundschule; Sekundarbereich; Lehrer; Schüler; Leistungsbeurteilung; Notengebung; Prüfung; Schülerleistung; Feed-back; Lehrplan; Schweden
AbstractAn die Stelle punktueller Überprüfungen in Form von (Abschluss-)Prüfungen tritt im schwedischen Bildungssystem die fortlaufende schulische Leistungsbeurteilung während des Schuljahres (formative Beurteilung). Schüler_innen erhalten erst mit den Zeugniszensuren - beginnend ab Klasse 6 - eine summative Beurteilung in Form einer Note. Das Abschlusszeugnis der neunjährigen Grundschule ist relevant für den Übergang an die weiterführende Schule, das Abschlusszeugnis der weiterführenden Schule wiederum für den Hochschulzugang bzw. den Übergang in den Arbeitsmarkt. Der Beitrag beleuchtet, wie sich die formative und summative Leistungsbeurteilung in Schweden in den Regularien darstellt und kontrastiert dies mit den Beurteilungspraxen von Lehrkräften und den Beurteilungserfahrungen der Schüler_innen bezüglich der beiden Funktionen der Leistungsbeurteilung und ihrer Wechselwirkungen. Es zeigt sich, dass in der Beurteilungspraxis die formativ gedachten Rückmeldungen zum Lernstand teilweise durch die summativen Beurteilungselemente überlagert werden, wodurch sich widersprüchliche Anforderungen für die Lehrkräfte ergeben, die diese versuchen auszubalancieren. Bei den Schüler_innen scheint die kontinuierliche Rückmeldung ebenfalls andere Effekte zu haben als die primär intendierten, u. a. die Erzeugung eines Gefühls des ständigen Geprüftwerdens. (DIPF/Orig.)

In the Swedish school system, there are no final exams at the end of lower and upper secondary school. Rather, there is continuous formative assessment during the school year. Pupils only receive summative assessments (starting with year 6) at the end of each term. School leaving certificates play a role for access to the different branches of higher secondary schooling, to higher education and to working life. The article discusses the rules and regulations of formative and summative assessment. It then juxtaposes these rules with the assessment practices of teachers on the one hand and the way in which pupils experience assessment on the other. As a result, the authors find that teachers' formative assessment practices during the school year are partially superimposed by summative elements, which results in conflicting demands on teachers that they then seek to bring back into balance. Among pupils, the continuous formative feedback seems to lead to effects that differ from the intended ones, among them a feeling of constantly being in an examination situation. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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