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AutorDrerup, Johannes
TitelErziehung, Pluralismus und die Macht der Toleranz.
Paralleltitel: Education, pluralism, and the power of tolerance.
QuelleIn: Zeitschrift für Pädagogik, 63 (2017) 2, S. [206]-224
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-3247
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-184915
SchlagwörterErziehung; Konflikt; Akzeptanz; Schule; Norm; Toleranz; Liberalismus; Macht; Pluralismus; Heterogenität; Konzeption; Theorie; Wert
AbstractToleranz gehört zu den wichtigsten und zu den umstrittensten Werten und Tugenden liberaler Demokratien. Ambivalenzen und Fallstricke pädagogischer und politischer Programmatiken einer Erziehung zur Toleranz werden insbesondere von machttheoretisch orientierten Kritiken herausgestellt, die berechtigte Zweifel aufkommen lassen, ob Toleranz überhaupt ein legitimes Erziehungsziel darstellen kann. Im Anschluss an eine Analyse von Schwierigkeiten des Umgangs mit unterschiedlichen Toleranzkonzeptionen und der spezifischen Bedeutung und normativen Funktion von Toleranz im Kontext pädagogischer Konstellationen werden die theoretischen Prämissen der machttheoretischen Toleranzkritik rekonstruiert und auf den Prüfstand gestellt. Zu den damit aufgeworfenen Problemvorgaben, die für eine liberale Erziehungstheorie von Relevanz sein müssen, gehören Schwierigkeiten des im Rahmen konkurrierender Pluralismuskonzeptionen festzulegenden legitimen Objekt- und Referenzbereichs der Toleranz und die eng damit verbundene Frage, ob und unter welchen Bedingungen Toleranz als eine pädagogisch förderungswürdige politische Tugend zu gelten hat. (DIPF/Orig.)

Tolerance is widely considered to be one of the core values of liberal democracies. In light of recent critiques put forward by theoreticians of power, however, the political and moral status of tolerance as a virtue and a legitimate aim of education, has increasingly been brought into question. Based on an analysis of the specific normative role and function of tolerance in educational circumstances, the paper develops a critical reconstruction of tolerance from a theory of power perspective. This critique raises central theoretical questions concerning the legitimate scope of tolerance as an educational aim and its relationship with competing conceptions of pluralism. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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