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AutorDöbert, Rainer
TitelHorizonte der an Kohlberg orientierten Moralforschung.
Paralleltitel: Prospects of Kohlberg-oriented research on moral development.
QuelleIn: Zeitschrift für Pädagogik, 33 (1987) 4, S. 491-511
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BeigabenLiteraturangaben
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-3247
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-144448
SchlagwörterEntwicklungspsychologie; Ethische Erziehung; Moral; Kohlberg, Lawrence
AbstractDie Einflüsse philosophischer Ethiktheorien auf die Theorie der Entwicklung des moralischen Bewußtseins haben dazu geführt, daß die Theorie die Ebene operativer Strukturen zunehmend verfehlt und an revisionsbedürftigen Stadienbeschreibungen festhält. Dies betrifft einmal das postkonventionelle Denken, das mit dem ambivalenten Begriff des „Prinzips" sowenig zu fassen ist, wie mit dem Konzept des „Standpunktes der Moral". Denn letzterer wird ontogenetisch früh eingenommen. Ungereimtheiten zeigen sich dann aber auch beim präkonventionellen Denken, das fälschlich mit „Instrumentalismus" identifiziert wird. Bei einfachen moralischen Problemen gibt es jedoch keine strukturellen Barrieren, die genuin moralisches Handeln verhindern würden. Präkonventionelle Kinder durchschauen die „greifbaren" moralischen Implikationen ihres Handelns, postkonventionelle Personen operieren nicht einfach mit „Prinzipien", sondern bauen komplexe Kasuistiken von Anwendungsfällen auf. Auf pädagogische Implikationen wird abschließend hingewiesen. (DIPF/Orig.)

Under the impact of philosophical ethics the theory of moral judgement has to an increasing extent missed the level of operative structures and tends to stick to stage descriptions which are in need of revision. This applies, on the one hand, to postconventional thought, which can be defined neither by the highly ambivalent term principle nor by the meta-ethical concept of the moral point of view, for the latter is realized early in the ontogenetic development. Furthermore, the frequent identification of preconventional thought with instrumentalism is to be called in question. There are no structural barriers to correct Solutions of simple moral problems by younger children. Preconventional children grasp the immediate and tangible moral implications of their actions and postconventionals do not just operate with principles but build up complex casuistries. Pedagogical implications are shortly touched upon. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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