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AutorRöhrig, Paul
TitelGeschichte des Bildungsgedankens in der Erwachsenenbildung und sein Verlust.
Paralleltitel: On the history and the loss of the educational ideal in adult education.
QuelleIn: Zeitschrift für Pädagogik, 34 (1988) 3, S. 347-368
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-3247
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-144837
SchlagwörterBildung; Begriff; Geschichte (Histor); Erwachsenenbildung
AbstractUntersucht wird das lange Ringen der Erwachsenenbildung seit etwa 1910 um einen eigenen Bildungsbegriff. Nachdem die Theorien der intensiven und gestaltenden Volksbildung, der Lebens-, Volk- und Klassenbildung flach geworden waren und neue Gedanken zu einer Bildung zur Mitbürgerlichkeit und Sachlichkeit sich nicht durchsetzen konnten, folgte um 1960 die sog. realistische Wende mit ihrem sozialwissenschaftlich begründeten und am Arbeitsmarkt und an den individuellen Bedürfnissen orientierten Konzept. Dessen ungeheurer Erfolg führte zugleich den Verlust eines genuinen Bildungsgedankens mit sich, der die Vielfalt der andragogischen Aktivitäten noch miteinander hatte verbinden können. Seit einigen Jahren ist unter dem Namen "reflexive Wende" ein Umdenken im Gange, das aber nur Konturen gewinnen wird, wenn es sich seiner eigenen Geschichte vergewissert und damit die untergründige Affinität des großen geistigen Engagements der damaligen Volksbildungsbewegung zu den heute gestellten Bildungsaufgaben angesichts einer total bedrohten Welt erkennt. (DIPF/Orig.)

Between 1910 and 1933, adult education in Germany succeeded in reaching a high theoretical Standard as a consequence of reflecting on its own task. But after the new beginnings in 1945 the old philosophical and pedagogical theories were no longer convincing and the new ones could not take root, so that from about 1960 onwards adult education began rather to take its bearings from the needs of the people and the labour market and thus became more dependent on the empirical social sciences. This change of direction, the "turning to realism" as it might be called, helped the adult-education movement to spread and expand but in doing so, it forfeited an ideal that could unite the great number of new activities. For the last few years there have been attempts at rethinking the matter but these can only prosper if adult education becomes aware of its own history. A survey of the important pedagogical concepts of adult education between 1910 and 1960 indicates affinities between the strong theoretical and philosophical commitment of the old adult-education movement and the newly defined tasks facing the totally threatened world of today. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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