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AutorenBörnert-Ringleb, Moritz; Wilbert, Jürgen
TitelBeitrag eines dynamischen gegenüber einem statischen Test kognitiver Fähigkeiten zur Vorhersage der Schulleistung.
Paralleltitel: Predicting school achievement with a dynamic and a static cognitive ability test.
QuelleIn: Empirische Sonderpädagogik, 11 (2019) 3, S. 175-190
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1869-4845
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-177785
SchlagwörterSonderpädagogik; Kognitive Entwicklung; Schülerleistung; Lernen; Leistungsentwicklung; Prädiktor; Förderung; Diagnostik; Testdiagnostik; Schuljahr 01; Schuljahr 02; Operationales Denken; Piaget, Jean; Test; Deutschland
AbstractDer Einsatz testdiagnostischer Ansätze zur Erfassung kognitiver Fähigkeiten wird im Kontext sonderpädagogischer Handlungsfelder kritisch hinterfragt. Im Zentrum der geäußerten Kritik stehen dabei Zweifel an der Ableitbarkeit konkreter Empfehlungen zu pädagogischer Praxis sowie an der Validität der erfassten statischen Testmaße kognitiver Fähigkeiten für Gruppen von Lernenden, welche im Fokus sonderpädagogischen Handelns stehen. Vor dem Hintergrund dieser Kritik werden dynamische Testansätze als eine Möglichkeit diskutiert, eine sinnvolle Erweiterung diagnostischer Praxis in sonderpädagogischen Handlungsfeldern darzustellen. Gleichzeitig liegen nur wenige deutschsprachige dynamische Testverfahren vor, welche für den schulischen Einsatz konzipiert wurden. Das Ziel dieser Studie ist es daher, zu untersuchen, inwiefern ein neuentwickeltes dynamisches Testverfahren zur Erfassung konkret-operationalen Denkens Vorzüge in der Vorhersage schulrelevanter Merkmale hat. Dazu bearbeiteten 40 Kinder der ersten und zweiten Klasse einen statischen sowie einen dynamischen Test zur Erfassung konkret-operationalen Denkens. Die erfassten Maße werden in Bezug auf die Aufklärung von Variablen schulischen Lernens (Unterstützungsbedarf, Mathematiknote, Deutschnote) untersucht. In den Ergebnissen zeigt sich eine inkrementelle Validität der dynamisch erfassten Testmaße in zwei der drei untersuchten Facetten konkret-operationalen Denkens. Gleichzeitig zeigen sich Schwierigkeiten in der Interpretation der Ergebnisse, da dynamische Testmaße in unterschiedlichem Maße zur Varianzaufklärung beitragen. Die Studie kann Hinweise darauf geben, dass der Einsatz dynamischer Testverfahren in der statistischen Vorhersage schulischer Leistungsmaße Vorzuge gegenüber statischen Maßen konkret-operationalen Denkens hat. (DIPF/Orig.)

The use of test-diagnostic approaches for the assessment of cognitive abilities is critically questioned in the context of special education. Doubts about the derivability of educational recommendations on pedagogical practice as well as on the validity of the acquired static test measures of cognitive abilities for groups of learners, who are in the focus of special education, are at the center of the criticism. Dynamic testing is discussed as a possibility to present a meaningful extension of diagnostic practice in special education and to overcome the two lines of critique. At the same time, there are only a few German-language dynamic testing procedures that were designed for school use. Therefore, the aim of this study is to investigate to what extent a recently developed dynamic testing procedure for the assessment of concrete-operational thinking has advantages in the prediction of school-relevant characteristics. For this purpose, 40 first- and second grade students worked on a static as well as a dynamic test for the assessment of concrete operational thinking. Measures of dynamic and static testing are examined with regard to the explained variance of educational outcome variables (need for support, math grade, German grade). The results show an incremental validity of the dynamic testing measures in two of the three examined facets of concrete operational thinking. At the same time, there are difficulties in interpreting the results, as measures of dynamic testing explain variance to varying degrees. The results of the study may suggest that the use of dynamic testing in the prediction of performance has merits over static measures of concrete operational thinking. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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