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AutorenBrügelmann, Hans; Werner, Nicole; Nienhaus, Marc
TitelKinderrechte - Menschenrechte. Alte und neue politische Bildung in der Grundschule.
QuelleIn: Siegen: sozial, 2 (1997) 2, S. 13-18
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0949-5673
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-175638
SchlagwörterPolitische Bildung; Politische Didaktik; Grundschulpädagogik; Kinderrechtskonvention; Menschenrechtserziehung; Klassenrat; Demokratische Bildung; Selbstbestimmung; Kind; Grundschule; Selbstbestimmtes Lernen; Gerechtigkeit; Demokratisches Verhalten; Mitbestimmung; Grundschulalter; Deutschland
AbstractPolitische Bildung kann sich nicht erschöpfen in der Vermittlung von Kenntnissen, sondern muss nach unserem Verständnis (vgl. Brügelmann 1969) auf mindestens vier Ebenen ausgelegt werden: als Fachunterricht, der über politische Sachverhalte informiert, aber auch Methoden zur Analyse dieser Sachverhalten vermittelt - in der Grundschule als Teil des Sachunterrichts; als Unterrichtsprinzip, das Aufmerksamkeit für Norm- und Machtfragen in anderen Lernbereichen weckt, u. a. bei der Lektüre im Sprachunterricht oder bei der Frage nach Gerechtigkeit im Religionsunterricht; als Anforderung an Arbeits- und Sozialformen im Unterricht, d. h. als Forderung und Unterstützung von Selbständigkeit, Mitbestimmung, Zusammenarbeit in allen Lernbereichen; als Leitidee für die Gestaltung des Schullebens, z. B. durch Institutionalisierung der Rechte von Schülerinnen, an Entscheidungen mitzuwirken. „Kinderrechte" sind eine inhaltliche Perspektive, die auf allen vier Ebenen Geltung beansprucht. Die Thematisierung der Kinderrechte bietet sich gerade auf der Primarstufe an, da diese Rechte die Grundschulkinder besonders betreffen. Außerdem bietet dieses Thema in besonderem Maße die Möglichkeit die für die Primarstufe wichtigen Prinzipien der Menschenrechtserziehung wie Verständlichkeit, Handlungsmöglichkeit und das Anknüpfen an eigene Erfahrungen zu berücksichtigen. Insofern machen die Kinderrechte auch eine neue Sichtweise von Kindheit und vom Umgang mit Kindern deutlich, die sich auch im Lehrerverhalten widerspiegeln sollte. Als Argument für die Vernachlässigung dieses Themas in der Primarstufe wird zumeist angeführt, das Thema sei für Grundschulkinder zu komplex und anspruchsvoll. Aus Sicht der Autoren ist nicht das Thema Menschenrechte an sich für die Primarstufe das Problem, sondern die Schwierigkeit besteht darin, eine intellektuell redliche Form der Vermittlung für dieses Thema zu finden, damit es bereits Grundschülern nahegebracht werden kann.
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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