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Literaturnachweis - Detailanzeige

 
AutorenNuerk, Hans-Christoph; Zürcher, Anke; Gawrilow, Caterina
TitelSchulpsychologische Diagnostik. Eine Einführung.
QuelleIn: Lernen und Lernstörungen, 4 (2015) 4, S. 233-243
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2235-0977
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-169577
SchlagwörterDeutschland; Diagnostik; Forschungsstand; Individualpsychologie; Leistung; Persönlichkeit; Schule; Schulpsychologie
AbstractSchulische Bildung ist in unserer Gesellschaft entscheidend für die individuelle Entwicklung beruflicher Karrieren, für die Erhaltung der Gesundheit und persönliche Lebenszufriedenheit. "Bildung, die allen gerecht wird" ist somit ein übergeordnetes Ziel im gesamten Bildungsbereich. In der praktischen Umsetzung bedeutet dies, dass allen Schülerinnen und Schülern - unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen und Möglichkeiten - bestmögliche Entwicklungs- und Lernbedingungen gewährt werden sollten. Bereits nach den PISA-Ergebnissen aus dem Jahr 2000 konstatierte Jürgen Baumert, dass ein verbesserter Umgang mit Differenz die mutmaßliche Herausforderung der Modernisierung des Schulsystems sei (Baumert, 2002, zitiert nach Trautmann & Wischer, 2011, S. 7). Ein produktiver Umgang mit Heterogenität und somit die Individualisierung des Lernens erfordert die Erfassung von Lernbedürfnissen und Lernausgangslagen bei Kindern und Jugendlichen, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse für eine adaptive Unterrichtsgestaltung und individuelle Lernförderung zu nutzen. Dazu benötigt man zuverlässige diagnostische Informationen, die es Lehrkräften ermöglichen, flexibel und der pädagogischen Situation angemessen handeln zu können. Relevante Anliegen in diesem Kontext sind damit Antworten auf Fragen nach konkreten diagnostischen Erkenntnissen, die für diesen Prozess nützlich sind, sowie Antworten auf Fragen nach Professionen, die in der Schule einen Beitrag zum Thema Diagnostik leisten. Schülerinnen und Schüler sind im Schulalltag einer Reihe von impliziten und expliziten Bewertungen ausgesetzt: Sie werden beispielsweise hinsichtlich ihrer schulischen Leistung oder auch ihres Sozialverhaltens beurteilt. Pädagogische Leistungsbewertungen haben zudem aktuell erhebliche Auswirkungen auf Schulkarrieren. Beispielsweise regulieren in einigen Bundesländern pädagogische Leistungsbewertungen den Zugang zu weiterführenden Schulen, sichern die Aufnahme in leistungshomogene Parallelkurse oder geben Auskunft über Förderbedarf. Im Schulkontext werden jedoch nicht nur Individuen bewertet. Auch die Schule, als sich entwickelnde Organisation, steht mehr und mehr auf dem Prüfstand: Im Kontext von Selbst- und Fremdevaluationen oder im Rahmen von Wettbewerben wie dem Deutschen Schulpreis, in dem innovative Konzepte hervorgehoben werden, werden Schulen bewertet und ggf. verglichen. Beurteilungen und Bewertungen unterschiedlichster Art sind also eng mit dem Schulsystem verwoben. Verschiedene Professionen sind damit befasst, die Leistungen der Organisation Schule und ihrer Protagonisten transparent zu machen, zu dokumentieren und zu beurteilen. Schulpsychologie bereichert diese Palette unterschiedlicher Blickwinkel auf Lernvoraussetzungen, Lern- und Leistungsentwicklungen und Leistungsbewertungen - besonders Schülerinnen und Schüler betreffend. Schulpsychologen und Schulpsychologinnen nutzen dabei wissenschaftlich gesicherte Vorgehensweisen und Instrumente der psychologisch-klinischen und/oder pädagogisch-psychologischen Diagnostik, um Einschätzungen im Schulkontext zu ergänzen und erweitern somit die diagnostische Grundlage, auf der Förderangebote individuell gezielt geplant werden können. (DIPF/Autor)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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