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AutorSchwippert, Knut
TitelWas wird aus den Büchern? Sozialer Hintergrund von Lernenden und Bildungsungleichheit aus Sicht der international vergleichenden Erziehungswissenschaft.
Paralleltitel: What’s about the books? Social background of students and educational opportunities from the perspective of international large-scale surveys.
QuelleIn: Journal for educational research online, 11 (2019) 1, S. 92-117
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1866-6671
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-167890
SchlagwörterBildungssoziologie; Soziale Benachteiligung; Sozialer Hintergrund; Bildungsbeteiligung; Benachteiligung; Vergleichende Erziehungswissenschaft; Internationaler Vergleich; Schulerfolg; Einflussfaktor; Buch; Digitalisierung; IGLU (Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung); Lesekultur; Digitale Medien; Soziokultureller Faktor; Indikator; Schuljahr 04; Primarbereich; Sozioökonomischer Faktor; Empirische Untersuchung; Medienbesitz; Deutschland
AbstractInternationale empirische Bildungsstudien sind vor allem dazu angelegt, auf Eigenschaften von Bildungssystemen aufmerksam zu werden, die sich erst im Vergleich mit anderen Bildungssystemen zeigen, da beispielsweise innerhalb eines Systems keine Varianz bezüglich eines Merkmals besteht oder aufgrund einer fehlenden Normvorstellung das Ausmaß eines Effekts innerhalb eines Systems nicht bewertet werden kann. Eine besondere Aufmerksamkeit hat bei diesen Betrachtungen die Frage der Abhängigkeit des Schulerfolgs vom sozialen Hintergrund erfahren. Zur Erfassung des sozialen Hintergrunds hat sich insbesondere in westeuropäisch geprägten Staaten eine Orientierung an der Kapitaltheorie von Bourdieu etabliert, in der eine Unterscheidung des Status anhand von ökonomischen, sozialen und kulturellen Merkmalen (Kapital) vorgenommen wird. In internationalen Bildungsstudien hat sich die Abfrage des heimischen Buchbesitzes als gut zu erhebender und robuster Indikator für kulturelles und ökonomisches Kapital bewährt. Vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung digitaler Medien und dessen Einzug in private Haushalte und Schulen stellt sich die Frage, ob der Buchbesitz überhaupt noch als geeigneter Indikator für den ökonomisch-kulturellen Hintergrund von Familien genutzt werden kann. Der Beitrag geht dieser Frage anhand einer Analyse der deutschen Teildatensätze der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) von 2001 bis 2016 nach. Anhand von probabilistischen Testmodellen wird die Messeigenschaft der Büchervariablen im Verlauf von 15 Jahren nachgezeichnet. Hierbei stellt sich die Information über den heimischen Buchbesitz als robuster und stabiler Indikator zur Beschreibung des bildungsrelevanten familiären Hintergrunds im zeitlichen Verlauf dar. (DIPF/Orig.)

International large-scale assessments are designed to identify characteristics of educational systems which only can be identified by comparing different systems. The comparison is necessary once within a country characteristic does not show any variance or if normative standards are not available to that a characteristic could be related. Special attention in this context is given to the relation of social background of students and their success in school. As theoretical framework – especially in European countries – the work from Pierre Bourdieu is often used in which social, cultural and economic capitals are distinguished. In international large-scale surveys the question to students and/or their parents about the books at home is tradition since some decades. This indicator is an easy to survey and robust indicator for cultural and economic capital. Taken into account the accelerating availability of digital media in the households the question rises, if the question on the books at home is still appropriate. This questions lies in the focus of the article. Answers are sought by analyzing background information and form the German data of the Progress in International Reading Literacy Study (PIRLS) in the four cycles from 2001 to 2016. By using models of probabilistic item response theory the characteristics of the indicators available – which address the cultural and economic background of the students – are investigated over a 15 year period. The results show that the information about the books at home is still a robust and stable indicator for the description of the educational background of the students. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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