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AutorRetter, Hein
TitelDie Erziehung von "Negroes" zur Arbeit in Tuskegee (Alabama, USA) durch Booker T. Washington. Vorbild deutscher Missionstheologen für die Arbeitserziehung bekehrter "Neger" nach 1900.
QuelleAus: Käbisch, David (Hrsg.); Wermke, Michael (Hrsg.): Transnationale Grenzgänge und Kulturkontakte. Historische Fallbeispiele in religionspädagogischer Perspektive. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt (2017) S. 39-72
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ReiheStudien zur Religiösen Bildung (StRB). 14
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Sammelwerksbeitrag
ISBN978-3-374-04819-9
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-169113
SchlagwörterRassismus; Arbeitserziehung; Missionspädagogik; Wirtschaftsentwicklung; Baumwollanbau; Modernisierung; Indigenes Volk; Afroamerikaner; Körperliche Züchtigung; Bildungsgeschichte; Arbeitspädagogik; Geschichte (Histor); Kolonialismus; Missionsgesellschaft; Missionsgeschichte; 19. Jahrhundert; 20. Jahrhundert; Dewey, John; Du Bois, William Edward Burghardt; Washington, Booker T.; Deutschland; Alabama; Togo; USA
AbstractBooker T. Washington wurde als Sklave geboren und leitete ab 1881 eine Internatsschule für allgemeine und gewerbliche Bildung in Tuskegee, Alabama, Sie bildete schwarze Jugendliche für handwerkliche Berufe in der Industrie und in der Landwirtschaft aus. Da Washington sich der Sicht der Weißen anpasste, welche Afroamerikanern Chancen auf höhere Bildung verwehrte, unterstützen ihn weiße Geldgeber. Ausgerechtnet deutsche Kolonialbeamte interessierten sich für B.T. Washingtons Methoden der Arbeitserziehung und der handwerklichen Qualifizierung. Sie entwickelten die Idee, dass die gut ausgebildeten amerikanischen "Neger" als Vorbilder und Vorarbeiter bei der forcierten Einführung moderner Methoden des Baumwollanbaus in den jungen deutschen Kolonien, insbesondere in Togo, dienen konnten. Gleichfalls erregten die deutschen Übersetzungen der Bücher Booker Washingtons das Interesse deutscher Missionare, die in den Kolonien dringend moderne und nicht allzu inhumane Methoden der Arbeitserziehung für die ökonomische Selbsterhaltung der christlichen Gemeinden benötigten.: "Neger aus Amerika", d.h. eine Gruppe von Tuskegee-Absolventen, sollten mit Unterstützung deutscher Wirtschaftskreise die "eingeborenen Neger" der Kolonie Togo anleiten zum Gebrauch moderner Methoden des Baumwollanbaus, der aufwendiger Pflegelesistungen bis zur Ernte bedarf. Es handelte sich um das Volk der Ewe in Togo, das bis dahin Baumwolle nur zu eigenem Bedarf anbaute, und nun zur quantitativen und qualitativen Steigerung des Baumwollertrages - unter mörderischen klimatischen Bedingungen - durch die Tuskegee-Gruppe gebracht werden sollte. Nach anfänglichem Erfolg des Projektes regte sich Widerstand bei der indigenen Bevölkerung. Das Ende des 1901 begonnenen Versuchs kam etwa um 1910, spätestens mit Beginn des Ersten Weltkrieges. Über die Kontexte und Ergebnisse dieses Projektes, aber auch über die Rolle der Arbeitserziehung in der christlichen Missionssarbeit in deutschen Kolonien, berichtet der Beitrag. (Autor)

Booker T. Washington was born a slave and from 1881 ran a boarding school for general and commercial education in Tuskegee, Alabama. He trained black youths for craft professions in industry and agriculture. As Washington adapted to the whites' point of view, which denied African Americans opportunities for higher education, white donors supported him. Of all people German colonial officials were interested in B.T. Washington's methods of work education and craft qualification. They developed the idea that the well-trained American "Negroes" could serve as role models and foremen in the forced introduction of modern methods of cotton cultivation in the young German colonies, especially in Togo. At the same time, the German translations of Booker Washington's books aroused the interest of German missionaries who urgently needed modern and not too inhuman methods of work education in the colonies for the economic self-preservation of the Christian communities: "Negroes from America", i.e. a group of Tuskegee graduates, with the support of German business circles, were to instruct the "indigenous negroes" of the colony of Togo to use modern methods of cotton cultivation, which required elaborate care reading until harvest. They were the Ewe people in Togo, who until then had only grown cotton for their own needs, and who were now to be brought by the Tuskegee Group to increase cotton yields quantitatively and qualitatively - under murderous climatic conditions. After the initial success of the project, there was resistance from the indigenous population. The experiment, which began in 1901, ended around 1910, at the latest with the beginning of the First World War. The article reports on the contexts and results of this project, but also on the role of work education in Christian mission work in German colonies. (Author)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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