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AutorenDehmel, Alexandra; Philipps, Ulrike
TitelRezension zu: Volkmer, S., Galuschka, K. & Schulte-Körne, G. (2019). Early identification and intervention for children with initial signs of reading deficits - A blinded randomized controlled trial. Learning and Instruction, 59, 1–12. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0959475217303924.
QuelleIn: Forschungsmonitor Schule, (2019) 102, 10 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2513-0900
SchlagwörterLeseschwierigkeit; Leseschwäche; Leseschwaches Kind; Primarbereich; Lesekompetenz; Leseförderung; Prävention; Training; Diagnostik; Diagnose; Bildungsforschung; Deutschland
AbstractLeseschwierigkeiten beeinflussen die Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern in allen Unterrichtsfächern und können den gesamten Schulverlauf, den Schulabschluss, die berufliche Zukunft sowie die psychische Gesundheit gefährden. Eine möglichst frühzeitige Identifikation von (beginnenden) Leseschwierigkeiten und eine entsprechende Förderung sind daher zentral, um potenziell negativen Auswirkungen entgegenzuwirken. Volkmer et al. widmen sich diesem wichtigen Thema und untersuchen die frühe Identifikation und Förderung von Erstklässlerinnen und Erstklässlern mit beginnenden Leseschwierigkeiten in einer dreifach verblindeten, randomisiert-kontrollierten Studie. Sie testeten die Lesefähigkeiten einer kleinen Gruppe von Kindern (n=234) Mitte der ersten Klasse mittels standardisierter Tests und wiesen die Kinder (n=55), die im Lesegeschwindigkeitstest eine schlechte Leistung zeigten (unterhalb des 30. Perzentils) einer Gruppe mit Leseförderung (n=29) oder motorischer Förderung (n=26) als Kontrollgruppe zu. Die 6-wöchige Förderung erfolgte an den Schulen in Kleingruppen (3x20 Min./Woche; max. sechs Kinder), basierend auf einem festgelegten Curriculum mit detaillierten Instruktionen, zusätzlich zum Regelunterricht. Die Lesefördergruppe erhielt phonem- und silbenbasierte Leseförderung (Training von Buchstabe-Laut-Zuordnung, Silbenanalyse und -synthese), die Kontrollgruppe motorisches Training mit Sportspielen und Koordinationsübungen. Nach der Förderung wurde die Lesefähigkeit nochmals getestet. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die Lesegeschwindigkeit in der ersten Klasse ein geeigneter Prädiktor für die Entwicklung der Lesekompetenz ist und sich zur Risikoidentifikation von Kindern mit Leseschwierigkeiten eignet. Sie zeigen außerdem, dass sich die Leseleistung (nicht jedoch die Lesegeschwindigkeit) der Kinder mit phonem- und silbenbasierter Leseförderung im Vergleich zu den Kindern aus der Kontrollgruppe signifikant verbesserte. Vielversprechend erscheint, dass bereits eine relativ kurze, aber sehr gezielte additive Förderung nachweisbaren Erfolg hat. In der Gruppe der lesegeförderten Kinder konnte die Anzahl der Kinder mit Leseschwierigkeiten signifikant reduziert werden. Die Befunde verdeutlichen, dass in der Schule bereits ab Mitte der ersten Klasse die Identifikation und Förderung von Kindern mit (beginnenden) Leseschwierigkeiten möglich und sinnvoll sind. Denn dadurch könnten Leseschwierigkeiten verringert und einer Lesestörung vorgebeugt werden. In Deutschland besteht hier noch Handlungsbedarf, da im schulischen Bereich oftmals erst reagiert wird, wenn Probleme sehr offensichtlich sind („Wait-to-fail“). Die Studie kann zur Entwicklung eines Systems der Identifikation und evidenzbasierter Fördermaßnahmen im Grundschulbereich beitragen. (Orig.).
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
UpdateNeueintrag 2019-10
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