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AutorBravo Granström, Monica
TitelTeachers' beliefs and strategies when teaching reading in multilingual settings. Case studies in German, Swedish and Chilean grade 4 classrooms.
QuelleBerlin: Logos Verlag (2019), 310 S.
PDF als Volltext (1); PDF als Volltext (2)  Link als defekt melden    Verfügbarkeit 
Zugl.: Weingarten, Univ., Diss., 2018
Spracheenglisch
Dokumenttyponline; Monographie
ISBN978-3-8325-4842-1
DOI10.30819/4842
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-168017
SchlagwörterUnterricht; Mehrsprachigkeit; Bilingualer Unterricht; Leseunterricht; Heterogene Klasse; Lesenlernen; Lehrer; Einstellung (Psy); Überzeugung; Lehrstrategie; Unterrichtspraxis; Unterrichtsprozess; Schuljahr 04; Primarbereich; Implementierung; Vielfalt; Fallstudie; Interview; Deutschland; Chile; Schweden
AbstractGlobalization has not only changed our society, it has also had a profound effect on education. Many schools deal with student populations that due to migration have become increasingly multilingual. Politically, few would argue against the importance of multilingualism; rather, it is promoted to the fullest. However, in practical terms the challenges associated with teaching and educational policies have increased manifold as a result of the linguistic diversity among student bodies. Reading is certainly regarded as a key learning skill, however, the question arises as to how the students' life-world multilingualism is taken into consideration. Furthermore, being considered part of teachers' professional competence, teachers' mental processes and perceptions (beliefs) have been the focus in several different academic fields. Previous research suggests that there are significant links between teachers' beliefs and practices. This thesis explores the aforementioned aspects in greater detail, with the overall aim to gain a deeper understanding of teachers' beliefs and strategies when teaching reading in multilingual settings. Using a cross-disciplinary, qualitative research approach, the empirical inquiry is based on case studies within different, linguistically diverse settings. The case studies include classroom observations as well as teacher interviews in German, Swedish and Chilean grade 4 classrooms.

Globalisierung verändert nicht nur unsere Gesellschaft, sie hat auch eine tiefgehende Wirkung auf Bildung. Viele Schulen erleben Schülerschaften, die aufgrund der Migration zunehmend mehrsprachig sind. Auf einer politischen Ebene bestreitet keiner die Bedeutung der Mehrsprachigkeit, vielmehr wird sie gefördert. Auf einer praktischen Ebene haben die Herausforderungen in bildungspolitischem Sinne allerdings zugenommen als Ergebnis der linguistischen Diversität der Schüler. Darüber hinaus wird Lesen als eine der wichtigsten Fähigkeiten der Schüler angesehen, aber wie wird die lebensweltliche Mehrsprachigkeit der Schüler dabei berücksichtigt? Bisherige Forschung deutet darauf hin, dass signifikante Verbindungen zwischen Überzeugungen (beliefs) der Lehrkräfte und deren Praxis bestehen. Das Ziel dieser Thesis war es daher, ein tieferes Verständnis bezüglich der Überzeugungen und der Strategien im Leseunterricht in mehrsprachigen Settings zu gewinnen. Das empirische Material besteht aus Fallstudien, die Beobachtungen des Unterrichtes und Interviews mit den Lehrkräften in deutschen, schwedischen und chilenischen vierten Klassen umfassen. Die Ergebnisse weisen auf dualistische Überzeugungen der Lehrkräfte hin. Die Sprachen auseinander zu halten ist von großer Bedeutung und fast ausschließlich der Unterrichtssprache wird Raum im Klassenzimmer angeboten. Dies reflektiert sich in den Strategien der Lehrkräfte und führt zu einer statischen Implementierung, in der die lebensweltlichen Sprachen der Schüler normalerweise nicht einbezogen werden. Bezüglich der Mehrsprachigkeit stellt sich eine geringe Kompetenz der Lehrkräfte dar, so dass nicht evidenzbasierten Kompetenzen, sondern Überzeugungen ausschlaggebend in der Praxis sind. Vier Strategietypen konnten im Leseunterricht in mehrsprachigen Settings identifiziert werden, davon scheint eine Strategie zu dominieren, die keine größere Aufmerksamkeit auf Unterschiede der Schüler schenkt.
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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