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AutorenLinberg, Anja; Freund, Jan-David; Mann, Daniel
InstitutionSpringer Fachmedien Wiesbaden (Wiesbaden)
TitelBedingungen sensitiver Mutter-Kind-Interaktionen.
QuelleAus: Wadepohl, Heike (Hrsg.); Mackowiak, Katja (Hrsg.); Fröhlich-Gildhoff, Klaus (Hrsg.); Weltzien, Dörte (Hrsg.): Interaktionsgestaltung in Familie und Kindertagesbetreuung. Wiesbaden: Springer (2017) S. 27-52
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ReihePsychologie in Bildung und Erziehung: Vom Wissen zum Handeln
BeigabenLiteraturangaben
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; online; Sammelwerksbeitrag
ISBN978-3-658-10275-3; 978-3-658-10276-0
DOI10.1007/978-3-658-10276-0_2
SchlagwörterMutter-Kind-Interaktion; Sprachliche Kommunikation; Videoaufzeichnung; Sensitivität; Situationsanalyse; Soziale Situation; Frühkindliche Entwicklung; Sozioökonomischer Faktor; Beobachtungsmethode; NEPS (National Educational Panel Study);
AbstractIn der frühen Kindheit gelten sensitive Mutter-Kind-Interaktionen als besonders förderlich für die sprachliche, kognitive und sozio-emotionale Entwicklung des Kindes. Sensitivität ist dabei definiert als ein Verhalten, das auf kindliche Bedürfnisse und Interessen angemessen reagiert und Bezug nimmt (Ainsworth et al., 1974). In internationalen Studien konnten Merkmale des Kindes, der Mutter und des Kontexts für dieses Interaktionsverhalten als ursächlich identifiziert werden. Hinsichtlich kindlicher Einflüsse gilt es, insbesondere die aktive Rolle in der Interaktion selbst zu berücksichtigen, um der dyadischen Natur von Sensitivität Rechnung zu tragen. Daher wird in diesem Beitrag anhand repräsentativer Daten des Nationalen Bildungspanels der Frage nachgegangen, welche situationsspezifischen und generellen Merkmale im deutschen Kontext für sensitives Interaktionsverhalten relevant sind. Zu diesem Zweck wurden Videoaufnahmen halb-strukturierter Interaktionssituationen von Müttern mit ihren sieben Monate alten Kindern angefertigt und analysiert. Anschließend wurden mittels bivariater und multivariater Verfahren die relevanten Bedingungen der sensitiven Mutter-Kind-Interaktion ermittelt. Das sensitive Interaktionsverhalten bewegte sich durchschnittlich auf einem mittleren Niveau. Sozio-ökonomische Kontextmerkmale (wie Einkommensarmut und der mütterliche Bildungshintergrund) erwiesen sich als relevante Prädiktoren. Andere Merkmale der Mutter, wie ihr Alter und die erlebte psychische Belastung, sowie das alltäglich erlebte Temperament des Kindes, wiesen keinen oder lediglich einen geringen Zusammenhang auf. Als relevantester Prädiktor zeigten sich Merkmale des Kindes in der Interaktionssituation. Damit unterstreichen diese Ergebnisse die aktive Rolle des Kindes in der Interaktionssituation und bestätigen im Wesentlichen internationale Befunde (Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
UpdateNeueintrag 2019-06
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