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AutorSander, Heinz
TitelRezension zu: Demski, D. (2018). Welche Wissensbestände nutzen Akteure in der Schulpraxis? Eine empirische Überprüfung des Paradigmas einer evidenzbasierten Schulentwicklung. In K. Dossel & B. Eickelmann (Hrsg.), Does „What works“ work? Bildungsforschung, Bildungsadministration und Bildungsforschung im Dialog, (101-116). Münster: Waxmann.
QuelleIn: Forschungsmonitor Schule, (2019) 61, 8 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2513-0900
SchlagwörterWissen; Bildungsforschung; Befragung; Empirische Untersuchung; Erfahrung; Transfer; Schulentwicklung; Schulleiter; Schulalltag; Lehrer; Steuerung; Evidenz; Wirkung; Deutschland
AbstractDie Untersuchung stellt eine Reaktion auf das Paradigma einer evidenzbasierten Schul- und Unterrichtsentwicklung dar, indem die Autorin per Fragebogen erfasst, von welchen - z.T. standardisiert erhobenen - Wissensbeständen („Evidenzquellen“) sich 1.230 Lehrkräfte und 297 Mitglieder der Schulleitung an sechs Schulformen in Rheinland-Pfalz welches Ausmaß an Nutzen für die Schul- und Unterrichtsentwicklung versprechen und in welchem Umfang diese Quellen tatsächlich genutzt werden. In 35 Interviews von Lehrkräften und Schulleitungsmitgliedern an Schulen mit auffällig hoher oder niedriger Nutzung evidenzbasierter Wissensbestände wird zudem der Frage nachgegangen, was dazu beiträgt, den Gebrauch von Evidenzquellen zu fördern oder zu behindern. Dabei wird der Begriff Evidenzquelle weit gefasst und enthält so heterogene Informationen wie Ergebnisse aus Vergleichsarbeiten, Schülerfeedback, Fachzeitschriften, Befunde aus Schulinspektionen, Beobachtungen bei kollegialer Hospitation usw. Die Autorin ermittelt die Einschätzung der Nützlichkeit der verschiedenen Evidenzquellen und das Ausmaß ihrer Nutzung durch Lehrkräfte und Schulleitungsmitglieder und weist deren Gründe dafür aus, Evidenzquellen in unterschiedlichem Umfang zu nutzen: So werden z.B. kollegiale Hospitationen/Unterrichtsentwicklungsmaßnahmen und Schülerfeedback von Lehrkräften und Schulleitungen übereinstimmend als nützlich angesehen (und dementsprechend genutzt), wohingegen Schulleistungsvergleiche, Lernstandserhebungen und Befunde aus Schulinspektionen deutlich kritischer gesehen werden. Das Verhältnis von Mehraufwand an Arbeit und erwartetem praktischen Nutzen ist von Bedeutung dafür, ob evidenzbasierte Wissensbestände von den Akteuren herangezogen werden. Wenngleich die Untersuchung einen wichtigen Überblick in vergleichender Perspektive über die Nutzung von verschiedenen Wissensbeständen für die Unterrichts- und Schulentwicklung darstellt und darüber hinaus durch das triangulative Design auch Gründe für das jeweilige Datennutzungsausmaß exploriert, gibt es methodische Einschränkungen, etwa durch die große Heterogenität der Evidenzquellen, welche die Vergleichbarkeit einschränkt, die fehlenden genauen Angaben zur Streuung der ermittelten Werte sowie die fehlenden Aussagen zur Güte (etwa zur Auswertung der qualitativen Daten). Schließlich begrenzt die geringe Zahl der Interviews zu Gründen der Nutzung oder Nicht-Nutzung von Wissensbeständen die Aussagekraft auf die untersuchten Fälle. Die Steuerungsimplikationen, welche sich aus den so ermittelten Befunden für die Praxis ergeben, erscheinen angesichts des im quantitativen Teil der Untersuchung aufgezeigten ernüchternden Ergebnisses einer eher eingeschränkten Nutzung von Evidenzquellen von grundsätzlichem Wert. (Orig.).
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
UpdateNeueintrag 2019-10
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