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AutorBraune, Holger
TitelRezension zu: Rabenstein, K., Idel, T.-S., Reh, S., Ricken, N. (2018). Funktion und Bedeutung der Schulklasse im individualisierten Unterricht. Beobachtungen zu Selbst-Anderen-Verhältnissen aus ethnografischen Fallstudien. Zeitschrift für Pädagogik, 64(2), 179-197.
QuelleIn: Forschungsmonitor Schule, (2019) 68, 7 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2513-0900
SchlagwörterBildungsforschung; Soziale Beziehung; Ethnografie; Schüler; Lernen; Differenzierender Unterricht; Jahrgangsübergreifender Unterricht; Lerngruppe; Wirkung; Zusammensetzung; Individuum; Deutschland
AbstractEin zentrales Organisationsprinzip heutiger Schulen ist die jahrgangsbezogene Klasse, für die im Unterricht üblicherweise eine Lehrkraft zuständig ist. Diese normative Setzung kann vor dem Hintergrund eines zunehmend individualisierten Unterrichts hinterfragt werden, denn die Organisationsform der Klasse konstituiert den sozialen Kontext, in dem (individualisiertes) Lehren und Lernen stattfindet. Rabenstein et al. betrachten zwei Formen individualisierten Unterrichts (Lernplan, Lernbüro) in jahrgangsgemischten Klassen: Dabei untersuchen sie die Funktion und Bedeutung der Klassen für das (individualisierte) Lernen und gehen der Frage nach, wie sich die beiden Unterrichtsformen auf die Gruppenbildung auswirken. Grundlage ihres Artikels sind ethnografische Fallstudien an zwei Schulen mit jahrgangsgemischten Klassen in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 bzw. 7 bis 10. Die Ergebnisse vergegenwärtigen, dass sich beim individualisierten Lernen in jahrgangsgemischten Klassen die Bezüge unter den Schülerinnen und Schülern vervielfältigen und die Konstellationen häufiger wechseln. Die Klasse als sozialer Kontext verliert an Bedeutung und das Individuum ist stärker verantwortlich für das eigene Vorankommen im Hinblick auf Leistung und Freundschaften. Diskurse und Praktiken zur Verantwortungsübernahme für andere gewinnen an Bedeutung, um mit den Aufgaben voranzukommen und Zusammenkünfte zu organisieren. Welche Selbst-Anderen-Verhältnisse entstehen, hängt ab vom lerngruppenorganisatorischen Rahmen, von den eröffneten Wahlmöglichkeiten sowie von Normen u. a. in Bezug auf Lernen und die Bedeutung der anderen dafür. Der qualitative Forschungsansatz mit geringer Datenbasis schränkt die Aussagekraft der Befunde ein. Doch liefert der Artikel wichtige Impulse, um die i. d. R. unhinterfragte Setzung der Jahrgangsklasse kritisch in den Blick zu nehmen und Überlegungen für die eigene Schul- und Unterrichtsentwicklung zu initiieren. (Orig.).
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
UpdateNeueintrag 2019-10
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