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AutorBrinkmann, Erika
TitelSchreiben mit der (An-)Laut-Tabelle - auch für mehrsprachige Kinder?
QuelleIn: Grundschule aktuell, (2017) 137, S. 9-13
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1860-8604
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-167525
SchlagwörterGrundschulpädagogik; Schriftspracherwerb; Lesenlernen; Mehrsprachigkeit; Anfangsunterricht; Lesen; Rechtschreibunterricht; Freies Schreiben; Anlaut; Primarbereich; Rechtschreibdidaktik; Buchstabenschrift; Laut (Ling); Fonologie; Digitale Medien; Deutsch
AbstractBuchstaben-Laut-Tabellen sind im Anfangsunterricht in den letzten Jahren zu einem immer wichtigeren Werkzeug für den Schriftspracherwerb geworden. Mit ihrer Hilfe können die Kinder frühzeitig das alphabetische Prinzip als wesentliches Merkmal unserer Schrift verstehen und diese von Anfang an für ihre persönlichen Zwecke nutzen, indem sie Wörter Laut für Laut verschriften. Die lautorientierte Kinderschreibweise ist die Grundlage für die weitere Rechtschreibentwicklung. Sie wird im Originaltext akzeptiert und damit den Kindern signalisiert, dass sie bereits lesbar schreiben können. Parallel dazu erfahren die Kinder aber auch, dass es mit der „Buch-“ oder „Erwachsenenschrift“ fest verabredete Schreibweisen für die Wörter gibt, an denen sie sich nach und nach immer stärker orientieren sollen, um später eine möglichst hohe orthografische Kompetenz zu entwickeln. Zudem hat es sich bewährt, vor der Schule und im Anfangsunterricht, die lautorientiert geschriebenen Kindertexte zur besseren Lesbarkeit in die konventionelle Form zu „übersetzen“. Einige Einwände werden aber speziell gegen den Einsatz von (An-)Laut-Tabellen mit Kindern anderer Muttersprache geltend gemacht: es sei nicht sicher, dass die abgebildeten Gegenstände oder Begriffe in ihrer Erfahrung vorgekommen sind oder aktuell präsent sind; selbst wenn sie ihnen begegnet sind, kennen die Kinder oft die deutsche Benennung nicht; sofern ihnen diese bekannt ist, können sie sie nicht richtig aussprechen, so dass sie dem Bild bzw. dem Buchstaben einen falschen (An-)Laut zuordnen; vor allem aber sind die gewählten Gegenstände für Kinder aus verschiedenen Lebenswelten unterschiedlich interessant, so dass sie sich diese auch nicht gleich gut merken können. Diese Probleme bestehen in der Tat – aber, was oft übersehen wird, auch bei den „deutsch“ aufgewachsenen Kindern. Zwar gibt es graduelle Unterschiede im Ausmaß der genannten Schwierigkeiten, aber sie stellen sich in jedem Anfangsunterricht. In dem Beitrag werden konkrete Möglichkeiten gezeigt, mit diesen Schwierigkeiten konstruktiv umzugehen.
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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