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AutorMüller, Falko
TitelLebensqualität als Konflikt.
Eine Ethnografie häuslicher Sterbebetreuung. 1. Auflage.
QuelleFrankfurt: Campus Verlag (2019), 342 S.
PDF als Volltext  Link als defekt melden    Verfügbarkeit 
Diss., Goethe-Universität Frankfurt am Main, 2017.
BeigabenLiteraturangaben, Anhang
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; online; Monographie
ISBN9783593510194
SchlagwörterProfessionalität; Lebensqualität; Organisation; Subjektorientierung; Situationsanalyse; Wohlfahrtsstaat; Palliativmedizin; Hausbesuch; Häusliche Pflege; Alltagsorientierung; Hospiz; Professionalisierung; Professionelle Hilfe; Sterbebegleitung; Ambulanter Dienst; Lebenslauf; Autonomie; Würde; Selbstbestimmung; Sterben; Sozialpädagogik; Erwachsenenbildung
AbstractWie die hospizliche Versorgung trägt auch die palliative Versorgung dazu bei, das Sterben als Teil des institutionalisierten Lebenslaufs zu definieren. Sie treten als gesellschaftiche Akteurinnen auf, die das Lebensende als Gegenstandsbereich und als eine eigene, gestaltbare, biografische Phase erschließen. Ihre normativen Leitorientierungen von Selbstbestimmung und „Lebensqualität“ prägen die gesellschaftliche Auseinandersetzung darüber, wie das Lebensende als Bedingung der Möglichkeit eines Sterbens in „Würde“ zu gestaltet sei. Hierbei spielt die Vorstellung, zu Hause zu sterben, eine zentrale Rolle, in welcher die ambulante Palliatvversorgung als "subjektorienterte" Praxis versinnbildicht wird. Mit einem ethnografischen Forschungsansatz spürt die Studie dem „Verdinglichungseffekt“ nach, der mit der Übersetzung solcher Vorstellungen in kodifizierte Leistungsansprüche und institutionellen Versorgungsstrukturen einhergeht. Im Mittelpunkt steht die Versorgung insbesondere von alleinlebenden Patientinnen und Patienten, die an Ihrem Lebensende in der eigenen Wohnumgebung verbleiben möchten. Die Studie macht deutlich, wie die institutionelle Logik wohlfahrtsstaatlicher Dienstleistungen dem Bedürfnis der Patientinnen und Patienten gegenüber steht, trotz ihrer zunehmenden Abhängigkeit von Betreuung und Pflege, die eigenständige Lebensführung so gut es geht aufrechtzuerhalten. Der Hausbesuch wird zum Austragungsort des gesellschaftlichen Konflikts um die Bedingungen einer würdevollen Versorgung am Lebensende. Im Sinne einer „multi-sited ethnography“ werden im Rahmen der Untersuchung verschiedene Schauplätze der „Produktion von Lebensqualität“ aufgesucht und der Frage nachgegangen, welche Form "Subjektorientierung" im institutionellen Arrangement der ambulanten Palliativersorgung annimmt. Als Beitrag zur Professionsforschung geht die Studie zudem der Frage nach, wie im Verhältnis von Profession, Organisation und Institution die Arbeitsbeziehungen zwischen den beteiligten strukturiert werden und in welcher Weise Institution und Organisation Professionalität konstituieren.
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
UpdateNeueintrag 2019-07
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