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AutorKreckel, Reinhard
InstitutionInstitut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
TitelAkademisierungswahn? Anmerkungen zur Aktualität einer immer wiederkehrenden Debatte aus der Sicht der Hochschulforschung.
QuelleIn: Die Hochschule : Journal für Wissenschaft und Bildung, 23 (2014) 1, S. 161-175
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1618-9671
ISBN978-3-937573-39-7
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-162320
SchlagwörterBildungsbeteiligung; Bildungschance; Soziale Herkunft; Bevölkerungsentwicklung; Berufsausbildung; Duales Ausbildungssystem; Fachkraft; Hochschulbildung; Hochschulforschung; Wissenschaft; Hochschulexpansion; Studentenzahl; Studienberechtigter; Dualer Studiengang; Studienverhalten; Akademiker; Akademisierung; Bedarf; Mangel; Hochschulabsolvent; Studentenschaft; Studienanfänger; Deutschland
AbstractDer Autor setzt in seinem Beitrag zwei Prämissen: Erstens sollte man sich bewusst machen, dass die Diskussion nicht neu ist. Schon immer hat es in der deutschen Universitätsgeschichte Debatten über vermeintliche 'Akademikerschwemmen' oder das Entstehen eines 'akademischen Proletariats' gegeben. Zweitens: Nida-Rümelin und Müller haben nicht nur abschätzig von einem gefährlichen 'Akademisierungswahn' bzw. von einer bedrohlichen 'Studiersucht' gesprochen, sie haben dabei auch unterstellt, dass man die von ihnen kritisierte Bildungsexpansion im Hochschulbereich aktiv 'stoppen' bzw. 'begrenzen' müsse. Wenn man hingegen die Befunde der neueren sozialwissenschaftlichen Bildungs- und Hochschulforschung zur Kenntnis nimmt, muss man davon ausgehen, dass die Hochschulexpansion nicht einfach aufgehalten, sondern allenfalls gestaltet werden kann. Der Autor vertritt die Meinung, dass weder die Überfüllungsdiskussionen früherer Jahre noch die heutigen Warnrufe an dem säkularen Faktum selbst, an der stetig zunehmenden Bildungspartizipation in allen fortgeschrittenen Ländern, etwas Entscheidendes ändern konnten und können. Mit einer Hochschulpartizipationsrate deutlich oberhalb der 50 Prozent-Marke wird man somit überall rechnen müssen (vgl. Teichler 2014; Baethge u.a. 2014). Es kommt darauf an, sie zu gestalten, nicht sie zu stoppen. (HoF/Text übernommen)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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