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AutorenBörnert-Ringleb, Moritz; Schramm, Satyam Antonio; Hennig, Timo; Linderkamp, Friedrich
TitelÜberprüfung der differentiellen Validität der Untertests Alertness, Go/Nogo und Flexibilität der Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) bei der Diagnosestellung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen im Jugendalter.
Paralleltitel: Differential validity of the Tests for Attentional Performance (TAP) in the diagnosis of ADHD during adolescence.
QuelleIn: Empirische Sonderpädagogik, 10 (2018) 1, S. 85-99
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1869-4845
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-159625
SchlagwörterDiagnostik; Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung; Aufmerksamkeitsstörung; Hyperaktivität; Test; Testvalidität; Neuropsychologische Messung; Diagnostischer Test; Eignung; Jugendlicher; Kritik
AbstractTheoretischer Hintergrund: Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Häufig wird jedoch Kritik am diagnostischen Vorgehen und der damit verbundenen Sicherheit der Diagnosestellungen laut. So stellen eher subjektive Fremdbeurteilungsbögen ein wesentliches diagnostisches Informationskriterium dar. Neuropsychologische Testzugänge stellen eine Möglichkeit dar, objektivere Kriterien für eine Diagnosezustellung von ADHS zu liefern. Gleichzeitig ist die Eignung solcher Verfahren zur Beschreibung von ADHS nicht abgesichert. Ein in diesem Kontext häufig im deutschsprachigen Raum diskutiertes Verfahren stellt die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) dar. Befunde zur Eignung der TAP zur Diagnosestellung von ADHS im Jugendalter liegen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht vor. Daher soll im folgenden Beitrag die Eignung der TAP zu diesem Zweck geprüft werden. Methode: In einem ersten Schritt soll die Aufmerksamkeitsleistung von jeweils 49 Jugendlichen mit und ohne AHDS in den Untertest Alertness, Flexibilität und Go/Nogo der TAP verglichen werden. Dazu werden zunächst Mittelwertunterschiede beschrieben und mittels t-Tests überprüft. In einem zweiten Schritt soll die diagnostische Güte der einzelnen Parameter anhand von ROC-Analysen geprüft werden. Ergebnisse: In den Ergebnissen werden Unterschiede zwischen den beiden Gruppen deutlich. Die größten Unterschiede werden dabei in den Parametern der Reaktionszeitschwankungen aller drei Untertests deutlich. Gleichzeitig unterscheidet sich jedoch nur ein Parameter (SD Go/Nogo) signifikant zwischen Jugendlichen mit und ohne ADHS. In den ROC-Analysen zeigt sich nur eine geringe diagnostische Güte der Parameter der TAP. Diskussion: Die Ergebnisse stehen im Gegensatz zu bisherigen Studien, welche der TAP eine Eignung zur Diagnostik von ADHS im Kindesalter zusprechen. Auf Grundlage der hier vorliegenden Ergebnisse kann diese Eignung für das Jugendalter nicht bestätigt werden. (DIPF/Orig.)

Theoretical Background:ADHD is the most frequent diagnosed childhood and adolescence mental disorder. At the same time, diagnosis of ADHD is criticized as it often comes with subjective third-party measures (as teachers’ or parents’ ratings). Such measures of neuropsychological profiles might therefore be a promising approach to objectivize and validate the ADHD diagnosis. However, evidence supporting the validity of neuropsychological approaches in diagnosing ADHD is still lacking. In this context, the German Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung(TAP; test battery for the assessment of attentional functioning) is frequently discussed as possibly being able to differentiate between subjects with and without ADHD. However, first results could confirm differential properties of the TAP in the context of diagnosing ADHD in children, insights for these properties in the subgroup of adolescents are not provided. Therefore, the goal of the paper at hand was to examine the validity of the TAPin differentiating between adolescents with and without ADHD. Method: 49 adolescents with and without ADHD were tested using the subscales Alertness, Flexibility and Go/Nogo of the TAP. Between-group-differences during the performance of these subscales were compared using T-tests. Effect sizes for mean differences were described. In a second step, the diagnostic validity of the parameters of all three subscales are explored using ROC-analyses. Results: Non-significant differences between the performances of both groups can be examined in all subscales. The largest effects can be described for the parameters of variance in reaction time. However, significant differences can only be described for one of these parameters. Results of ROC-analyses indicate low validity of TAP measures to identify adolescents with ADHD. Discussion: The results contrasted previous studies, which confirm the validity of TAP measures in differentiating children with and without ADHD. Considering the results of the paper at hand, this assumption cannot be extended to the subgroup of adolescents. Therefore, the isolated use of this neuropsychological test in diagnosing ADHD in adolescence is not recommended. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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