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AutorHeid, Helmut
TitelÜber die Vereinbarkeit individueller Bildungsbedürfnisse und betrieblicher Qualifikationsanforderungen.
QuelleIn: Zeitschrift für Pädagogik, 45 (1999) 2, S. 231-244
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-3247
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-156830
SchlagwörterBildungssystem; Bildungsbedarf; Beschäftigungssystem; Qualifikationsanforderung; Betrieb; Bildungspraxis; Bildungsbedürfnis; Berufliche Qualifikation; Berufliche Bildung; Bildungsplanung; Individuum; Deutschland
AbstractDer Verfasser behandelt die Frage nach der Vereinbarkeit von betrieblichen Qualifikationsanforderungen und individuellen Bedürfnissen zunächst aus der Perspektive des Beschäftigungssystems. Ausgangspunkt ist die häufig vertretene Auffassung, das Bildungssystem und insbesondere "die Schule" seien den Herausforderungen ihrer Zeit nicht gewachsen, die nachwachsende Generation werde nur unzulänglich befähigt, die Anforderungen der Gesellschaft und im besonderen die der Betriebe zu erfüllen. Ein eindimensionaler Anspruchszusammenhang weist dem Bildungswesen die Aufgabe zu, im Beschäftigungssystem definierte Anforderungen zu erfüllen. Dabei wird Qualifikation als die Eignung des Menschen interpretiert, jeweils vorfindliche Arbeitsaufgaben zu erfüllen. Im zweiten Teil wendet er sich der Forderung zu, Bildungsarbeit an den Bedürfnissen Lernender zu orientieren. Zusammenfassend resümiert er, dass die Trennungslinie zwischen dem bildungspolitisch wie -praktisch Erwünschten und Kritikwürdigen nicht zwischen Technik und Ökonomie, nicht zwischen Betrieb und Beschäftigungssystem einerseits sowie individuellen Bildungsbedürfnissen oder Bildungssystem andererseits verläuft, sondern quer durch beide hindurch. Menschlichkeit und Bildung stehen Ökonomie und Technik nicht feindlich gegenüber. In dem Beitrag geht es nicht nur um die Kritik einseitiger Positionen und unzulässiger Deduktionen, sondern auch um den Versuch, den pädagogischen Stellenwert individueller Bildungsbedürfnisse und betrieblicher Qualifikationsanforderungen zu bestimmen. Forschungsmethode: deskriptive Studie. (BIBB2)

While, in the tradition of pedagogical thinking and acting, a tendency has developed to orientate educational-practical acting by the educational needs of those who learn, representatives of the employment system tend to deduce political and practical educational maxims from requirements resulting from economic, especially firm-related structural changes. Not only the one-sidedness inherent in this approach, but also the often all too undifferentiated dichotomization of educational system and employment system do not stand up to differentiating criticism. However, the following analysis aims not only at a critique of one-sided positions and inadmissible deductions, the author also tries to define the pedagogical importance of individual educational needs and employment-related qualification requirements. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDeutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt am Main
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