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AutorSander, Heinz
TitelRezension zu: Maué, E. (2017). Emotionale Kosten des Zentralabiturs? Die Implementation zentraler Abiturprüfungen und deren potentielle Auswirkungen auf die Erfolgsunsicherheit im Abitur und die Angst vor Misserfolg von Schülerinnen und Schülern. Zeitschrift für Pädagogik 63(6), 803-826.
QuelleIn: Forschungsmonitor Schule, (2018) 47, 9 S.
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BeigabenLiteraturangaben
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2513-0900
SchlagwörterBefragung; Empirische Untersuchung; Gymnasiale Oberstufe; Lehrer; Schüler; Zentralabitur; Unterricht; Wirkung; Bildungsforschung; Deutschland
AbstractAm Beispiel von Bremen untersucht Elisabeth Maué, inwiefern der Übergang vom dezentralen zum zentralen Abitur mit Veränderungen von Misserfolgsängsten und Erfolgsunsicherheit bei den Prüflingen einhergeht. Die Datenerhebung erfolgte anhand von Fragebögen, mit denen die Einschätzung unterrichtlicher und schulischer Gegebenheiten sowie das Ausmaß an Erfolgsunsicherheit und Angst vor Misserfolg von insgesamt 2.885 Schülerinnen und Schülern aus allen 19 Bremer Schulen mit gymnasialer Oberstufe erfasst wurde, und zwar in Jahren ohne (2007) und mit (2008, 2011) zentralen Leistungskursprüfungen im Abitur. Zusätzlich gingen Noten des Halbjahres 13/1 in die Untersuchung ein. Die Auswertung erfolgte deskriptiv sowie mit Strukturgleichungsmodellen. Die Emotionen erweisen sich im Zeitraum vor und nach der Einführung zentraler Leistungskursprüfungen als stabil, lediglich im Jahr der Umstellung selbst ist ein geringer Anstieg der Erfolgsunsicherheit statistisch signifikant nachweisbar. Wenn Prüflinge den Unterricht als kompetenzunterstützend und als gute Vorbereitung auf das Abitur wahrnehmen, sind die negativen Emotionen schwächer ausgeprägt. Aus dieser – durchaus erwartbaren – Erkenntnis leitet die Autorin ab, dass Kompetenzunterstützung und gute Vorbereitung auf die Prüfung bei künftigen Reformen als Ansatzpunkte für weitere, aber von der Autorin nicht näher konkretisierte unterrichtspraktische Entwicklungen dienen können. Durch die Untersuchung der Auswirkungen einer administrativ eingeleiteten Änderung der schulischen Abläufe auf die Emotionen der Schülerinnen und Schüler unter Einbeziehung der Wahrnehmung von Unterricht und einer Differenzierung nach Leistungsniveaus der Prüflinge erweist sich die Studie als innovativ. Die – zumindest langfristig festzustellende – Stabilität der Emotionen ist ein ebenso wichtiges Ergebnis wie die Bedeutung von Kompetenzunterstützung und Prüfungsvorbereitung im Unterricht. Einige methodische Schwachpunkte stellen die (Allgemein-)Gültigkeit der Befunde allerdings in Frage (u. a. unkommentierte widersprüchliche Befunde zwischen deskriptiver Statistik und Strukturgleichungsmodellen, Annahme unidirektionaler Wirkzusammenhänge, geringe Rücklaufquote der Fragebögen, fehlende Festlegung auf ein Signifikanzniveau, mäßige Modell-Fit-Indizes). Auch hätte die Autorin die untersuchten Emotionen definitorisch nachvollziehbarer fassen können, und es bleibt unklar, ob der Übergang vom dezentralen zum zentralen Abitur in der Wahrnehmung der Prüflinge selbst überhaupt ein Problem darstellt, auf das sie mit bedeutsamen Emotionen reagieren. (Orig.).
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
UpdateNeueintrag 2018-07
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