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AutorHelmke, Andreas
TitelLeistungssteigerung und Ausgleich von Leistungsunterschieden in Schulklassen: unvereinbare Ziele?
QuelleIn: Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und pädagogische Psychologie, 20 (1988) 1, S. 45-76    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0049-8637
SchlagwörterChancengleichheit; Hauptschule; Lehrerverhalten; Schülerverhalten; Schulleistung; Unterrichtsgestaltung; Mathematikunterricht
AbstractDie Studie ueber die hier berichtet wird, wurde im Max- Planck-Institut fuer psychologische Forschung in Muenchen durchgefuehrt und gehoert in das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefoerderte Projekt "Unterrichtsqualitaet und Leistungszuwachs". Gegenstand dieser Studie ist die Frage, ob und unter welchen Bedingungen sich zwei Ziele des Schulunterrichts vereinen lassen, - auf der einen Seite die Steigerung des Leistungsniveaus der ganzen Klasse und auf der anderen Seite die Verringerung von Leistungsunterschieden innerhalb der Klasse. Es sollen ja moeglichst viele Schueler ein gemeinsames, anspruchsvolles Niveau an Kompetenzen erhalten. Um Aufschluss ueber diese Frage zu erhalten, wurden 39 Hauptschulklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe untersucht, und zwar im Mathematikunterricht. Einbezogen waren ganz "normale" Hauptschulklassen. Den Forschern gelang es, sechs "Optimalklassen" zu identifizieren, in denen wirklich eine ueberdurchschnittliche Qualifizierung der Schueler Hand in Hand ging mit der Verringerung der Leistungsstreuung. Man haette erwarten koennen, dass die gleichzeitige Realisierung dieser beiden Ziele nur unter besonders guenstigen Rahmenbedingungen moeglich ist. Davon konnte hier aber keine Rede sein. Die Optimalgruppe nahm eine unauffaellige Mittelposition ein oder befand sich sogar am unguenstigen Ende des Spektrums, was Leistungsstreuung zu Schuljahresbeginn, Klassengroesse oder Auslaenderanteil betraf. Der entscheidende Unterschied war das Lehrerverhalten. Die Klassenfuehrung in den Optimalklassen war ausserordentlich effizient. Die Lehrer hatten die Klasse, umgangssprachlich ausgedrueckt, "gut im Griff". Disziplinstoerungen kamen selten vor. Die Lehrer nuetzten die Zeit intensiv zur Behandlung von Unterrichtsstoff. Uebungs- und Wiederholungsaktivitaeten fanden auch im Unterricht statt und wurden nicht auf die Hausaufgaben ausgelagert. Eine Schluesselrolle kommt nach den Erkenntnissen der Studie dem Tempofaktor zu: In den Optimalklassen vermieden es die Lehrer weitgehend, ihre Schueler mit solchen Anforderungen zu konfrontieren, deren Bewaeltigung auf Schuelerseite eine hohe Geschwindigkeit voraussetzt. Sie legten geringeren Wert darauf, dass die Schueler sich "auf Kommando" aeusserten, schnell Fragen beantworteten etc. Vielleicht, doch darueber kann nur spekuliert werden, liegen dieser betonten Abschwaechung des Tempofaktors allgemeinere paedagogische Haltungen und Persoenlichkeitseigenschaften der Lehrer zugrunde, wie z. B. Gelassenheit oder Geduld.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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