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Literaturnachweis - Detailanzeige

 
Autor/inn/enWertenbruch, Martin; Röttger-Rössler, Birgitt
TitelEmotionsethnologische Untersuchungen zu Scham und Beschämung in der Schule.
Paralleltitel: Examining shame at school: perspectives from an anthropology of emotions.
QuelleIn: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 14 (2011) 2, S. 241-257
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1434-663X; 1862-5215
DOI10.1007/s11618-011-0209-0
SchlagwörterBeobachtung; Fallstudie; Emotion; Schamgefühl; Soziale Interaktion; Ethnographie; Schulklasse; Schulalltag; Schüler; Multikulturalität; Migrationshintergrund; Forschungsprojekt; Deutschland
AbstractJugendliche erleben im Schulalltag vielfache Scham- und Beschämungssituationen, die mit wichtigen Prozessen sozialer Inklusion und Exklusion einhergehen. Scham lässt sich dabei als eine Form 'sozialer Angst' verstehen und stellt als solche eine emotionale Dimension dar, die in besonderer Weise soziale Konformität befördert. Erstaunlicherweise wird dem Thema in erziehungswissenschaftlichen und schulsoziologischen Arbeiten kaum Bedeutung zuteil. Im Rahmen einer emotionsethnologischen Studie in einer 'multikulturellen' Schulklasse haben wir Scham und Beschämung deshalb besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die zentrale Fragestellung für diesen Beitrag lautet: Welche sozialen Funktionen erfüllt Scham im Kontext Schule? Und ferner: Inwiefern beeinflussen unterschiedliche kulturelle Orientierungsmaßstäbe Erleben und Ausdruck von Scham? Die Ergebnisse zeigen, dass Schamsituationen im Schulalltag unter anderem durch Peernormen definiert werden. Des Weiteren lassen sich emotionale Reaktionsformen als sozial und kulturell vermittelte Verhaltensweisen aufzeigen. Scham und Beschämung stellen wichtige emotionale Dimensionen im Schulalltag dar, deren Untersuchung und Benennung uns - gerade auch in heterogenen Kontexten - gewinnbringend für Schüler und Lehrer erscheint. (DIPF/Orig.).

At school, adolescents experience a variety of shame and shaming situations, which accompany important processes of social inclusion and exclusion. Shame could thereby be understood as a form of 'social fear' constituting an emotional dimension, which specifically promotes social conformity. However, there are surprisingly few contributions from the fields of education science or school-sociology concentrating on this subject-matter. Therefore, within our emotion-anthropological study on 'multi-cultural' classrooms, we give special emphasis on the theme of shame. The central question of this article is: What are the social functions of shame in the school context? Moreover: To what extent do differing cultural standards influence the experience and expression of shame? Our results show that shame-related situations in everyday school life, among others, are defined by peer norms. Furthermore, the forms of emotion-reactions demonstrate how behavior patterns are mediated by their social and cultural contexts. Shame and shaming constitute significant emotional dimensions in every-day school life. Future studies examining this theme, particularly in heterogeneous contexts, would only enrich the debate on questions of school culture. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2011/4
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