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AutorWatras, Joseph
TitelWas fundamental education another form of colonialism?
Paralleltitel: War die Elementarbildung nur eine andere Art von Kolonialismus?
QuelleIn: International review of education, 53 (2007) 1, S. 55-72    Verfügbarkeit 
BeigabenLiteraturangaben
Spracheenglisch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0020-8566
SchlagwörterGrundbildung; Reformpädagogik; Bildungsprogramm; Entwicklungsland; Universität; UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation); Indigenes Volk; Philippinen; USA
AbstractBei der Beschäftigung mit dem Werk Pedro Tamesis Oratas lassen sich Konflikte untersuchen, die entstehen können, wenn Pädagogen versuchen, die Armut eines Landes zu lindern und zugleich dessen typische Kultur zu respektieren. Der von den Philippinen stammende Orata schloss die Studien für seine Dissertation 1927 an der Staatsuniversität von Ohio ab. Während des Neuen Abkommens von US-Präsident Franklin Roosevelt übernahm er die Schulabteilung im US-Büro für Indische Angelegenheiten. Nach dem zweiten Weltkrieg leitete er die Verbreitung von Elementarbildung mithilfe der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO). Am Ende seines Lebens kehrte er auf die Philippinen zurück, wo er eine Bewegung zur Verbreitung sogenannter Selbsthilfe-Hochschulen gründete. Bei diesen Tätigkeiten brachte Orata den Menschen bei, zur Verbesserung ihres Lebensstandards die fünf Denkstufen von John Dewey zu befolgen. In den 1970er Jahren klagten Pädagogen wie Paolo Freire darüber, dass Problemlösungsmethoden von der Art, wie sie Orata befürwortete, die unterdrückerischen Aspekte der ehemaligen Kolonialgesellschaften noch verstärkten. Trotz der möglicherweise überkritischen Haltung von Freire scheint es doch so zu sein, dass Konflikte zwischen verschiedenen kulturellen Orientierungen unvermeidbar sind. Es ist die Hoffnung dieser Untersuchung, dass sich solche Schwierigkeiten durch das Verständnis der verschiedenen Kräfte reduzieren lassen, die dauerhaft auf solche Situationen einwirken. (DIPF/Orig.).

A description of the work of Pedro Tamesis Orata provides an opportunity to investigate the conflicts that can occur when educators seek to reduce poverty while trying to respect indigenous cultures. A native of the Philippines, Orata completed his doctoral studies at the Ohio State University in 1927. During US President Franklin Roosevelt's New Deal, he accepted the position of school principal for the US Bureau of Indian Affairs. After World War II, he directed the spread of fundamental education through the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO). In his final years, he returned to the Philippines where he began a movement to spread what were called self-help high schools. In these activities, Orata taught people to follow John Dewey's five steps of thinking while working to improve their standards of living. In the 1970s, educators, such as Paulo Freire, complained that problem-solving methods, similar to those Orata favored, reinforced the oppressive aspects of formerly colonial societies. While Freire may have been overly critical, conflicts among cultural orientations appear to be unavoidable. The hope behind this investigation is that the difficulties can be reduced when people understand the different forces that persist. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2007/4
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