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AutorKellner, Thomas
TitelIronischer Reflex und zynisch-multipler Realismus bei Petron.
Ein "pädagogischer" Essay über einen Antipädagogen.
QuelleIn: Pädagogische Rundschau, 57 (2003) 5, S. 529-542    Verfügbarkeit 
BeigabenLiteraturangaben
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0030-9273
SchlagwörterBildung; Erziehungsziel; Lebensstil; Literatur; Roman; Geschichte (Histor); Römisches Reich; Ästhetik; Ethik; Moral; Altertum; Lebensführung; Petronius, Arbiter
AbstractDer Beitrag beschäftigt sich mit der Frage des pädagogischen Gehalts des Werkes und den pädagogischen Haltungen der Person Petrons, dessen Zugehörigkeit zum Kreis der Epikureer bereits eingangs in Frage gestellt wird. "Während Epikur und seine Schüler einen starken pädagogisch-aufklärerischen Eros entwickelten, ist angesichts der komplexen ironischen Grundhaltung Petrons, die jenseits normativer Schulmeinungen steht, zu bezweifeln, ob er mit seinen 'Satyrica' [ein romanhaftes Werk Petrons] ein pädagogisches Anliegen verfolgt. Vielmehr verbleibt er in seiner reflexhaften Ironie und seinem zynischen Realismus - dies [ist die vom Autor] an den Anfang gestellte These - in unpädagogischer Unverbindlichkeit und nimmt implizit sogar eine antipädagogisch-reservierte Haltung gegenüber jeder notwendigerweise normativ implizierten pädagogischen Bemühung ein. Die pädagogisch- kritische 'Moral' der Beschäftigung mit Petron könnte aber nun gerade darin liegen, die Aporien einer solchen Lebenshaltung zu beschreiben und transparent zu machen. Zur Entfaltung dieser These [wird] zu Beginn der . .. Ausführungen ein knapper biographischer Einblick in die Lebensform des Petron gegeben. Danach [werden] die ironische Komponente in Petrons Lebenshaltung mit einigen historischen Ironieverständnissen in Bezug gesetzt, um so zu einem differenzierteren Verständnis dessen zu kommen, was Ironie bei Petron bedeuten könnte. In einem Fazit werden die reflexhaft-ironischen und realistisch-zynischen Züge bei Petron noch einmal zusammenfassend herausgearbeitet und auf ihre pädagogischen bzw. unpädagogischen Implikationen befragt. Ein nicht unironisches Selbstdementi zeigt schließlich am Schluss dieses Essays, daß man dem Phänomen des Ironischen vielleicht doch nicht nur mit einer moralisierenden Pädagogik unironischer Antworten begegnen kann, sondern diese durch eine hermeneutisch-skeptische Pädagogik ironischen Fragen ergänzen soll. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2005_(CD)
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