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AutorBettelheim, Bruno
TitelBrauchen Kinder Fernsehen?
QuelleIn: Televizion, (1988) 1, S. 4-7    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0943-4755
SchlagwörterAggression; Kindesentwicklung; Fernsehen; Medienpädagogik; Familienerziehung
AbstractDer Kinderpsychologe Bruno Bettelheim hat den Essay urspruenglich unter dem Titel "A child's garden of fantasy" fuer eine amerikanische Fachzeitschrift geschrieben. Nach seiner Ansicht ist Fernsehen heute das wichtigste Medium fuer Kinder, mit dem sie sich in Tagtraeumen von der Realitaet entfernen koennen. Eltern wuenschen zwar ihren Kindern ein Leben frei von Sorgen. Tatsaechlich ist das Kinderleben jedoch erfuellt von Enttaeuschungen, Frustrationen, haeufig auch Aggressionen. Das Beduerfnis der Kinder nach Tagtraeumen ist daher gross. Wenn es um die Wirkung von Fernsehen auf Kinder geht, ist keine Sorge groesser als die, dass Kinder zur Gewalttaetigkeit angeregt werden. Doch nach Bettelheims Ansicht brauchen viele Kinder aggressive Phantasien. Woertlich heisst es: "Sie brauchen Stoff fuer aggressive und auf Vergeltung ausgerichtete Tagtraeume, in denen sie ihre feindseligen Gefuehle stellvertretend ausleben koennen, ohne ihre naechsten Angehoerigen zu verletzen." Das Problem des Fernsehens liegt fuer Bettelheim im Grunde darin, dass sich dieses Medium am besten fuer die Unterhaltung eignet. Es ist ungeeignet fuer ausgewogenes Abwaegen, fuer die Beruecksichtigung aller Fuer und Wider eines Themas. Informationen sind medienbedingt vereinfacht. Ein kleines Kind wird vom Ansehen noch so guter Programme nicht lernen koennen. Juengere Kinder sind z. B. haeufig noch nicht in der Lage, die Verknuepfung und Beziehungen in den Programminhalten zu erkennen. Erst Erwachsenen und aelteren Jugendliche koennen im uebrigen ihre gesammelten Lebenserfahrungen einbringen und dadurch das gesehene Programm einschaetzen. Das Kind braucht dazu aber die Hilfe von Erwachsenen. Hier liegt nach Bettelheims Ansicht auch die Aufgabe der Eltern. Sie muessen dem Kind helfen, seine Eindruecke zu sortieren und moeglichst auch gemeinsam mit dem Kind fernsehen. Doch letztlich muessen sich die Eltern klar darueber sein, dass ihre Persoenlichkeit und Wertvorstellungen eine "viel groessere Wirkung auf die Entwicklung unserer Kinder und deren Lebensaussichten als das Fernsehen" haetten.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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