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Autor/inMertens, Erika
TitelPsychoanalytische Untersuchungen zur Pathologie der Lese-Rechtschreibschwäche.
QuelleIn: Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, 28 (1997) 1, S. 57-76    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0945-6740
SchlagwörterPsychoanalyse; Therapie; Lese-Rechtschreib-Schwäche; Neurologie; Fallbeispiel; Studie
AbstractAuf der Basis von drei Einzelfallstudien werden Ansätze zur Ätiologie der Legasthenie vorgestellt. Legasthenie ist demnach kein separat zu begreifendes Symptom, sondern eine Individuationsstörung, die im Schulalter - neben anderen Symptomen wie Stottern, psychosomatischen Erkrankungen - symptomatischen Ausdruck findet. Aus traumatischen Erfahrungen - insbesondere während der Periode des Sprechenlernens - in Verbindung mit dem emotionalen Rückzug des Vaters werden Vulnerabilität des Sprach- und Symbolerwerbs in ihrer engen Verknüpfung mit affektiven Prozessen abgeleitet. Die psychoanalytische Behandlung deckt überwältigende Angst vor Scham, Hilflosigkeit, Objekt- und Autonomieverlust auf. Autonomiebestrebungen führen aufgrund pathologischer Abwehr zu einer regressiven Denkweise mit Merkmalen der "Realitätszerstörung" und münden in negative Identität bzw. illusionäre Allmacht. Damit werden gleichzeitig unbewußt geschaffene Voraussetzungen zur Bestrafung (Kastration) wie auch Selbstkastration erkennbar. Der mündliche Umgang mit der Sprache als Vehikel und Repräsentanz des Primärvorgangs verdeutlicht den präödipal und analsadistisch gefärbten Ödipuskomplex und wird als Analogon zum Primärvorgang verstanden, wie er sich im Umgang mit der schriftlichen Sprache zeigt. Die vorgestellten Ergebnisse weisen nach, daß die Legasthenie ein multideterminiertes dynamisches Geschehen im psychoanalytischen Sinne darstellt, dem spezifisch zu lokalisierende Konflikte vorausgehen. Im Hinblick auf Ergebnisse aus der Hirnforschung folgert die Autorin, daß eine potentielle Annäherung zwischen neuropsycho-physiologischer und psychoanalytischer Sichtweise auch für das Verständnis der Legasthenie in einigen Aspekten vermutet werden kann. (Orig.).
Erfasst vonBerliner Landesinstitut für Schule und Medien
Update2000_(CD)
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