Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Caruso, Marcelo |
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| Titel | Ausgerechnet Schulen? Aufklärung, Protoliberalismus und Institutionenskepsis im Westeuropa des 18. Jahrhunderts. Paralleltitel: Schools of all places? Enlightenment, proto-liberalism and anti-institutionalism in 18th century Western Europe. |
| Quelle | In: Zeitschrift für Pädagogik, 71 (2025) 3, S. 308-326Infoseite zur Zeitschrift
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| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 0044-3247 |
| DOI | 10.3262/ZP2503308 |
| Schlagwörter | Bildung; Erziehung; Bildungsgeschichte; Autonomie; Bildungsreform; Schulreform; Entschulung; Schule; Freiheit; Aufklärung (Phil); Liberalismus; Universität; 18. Jahrhundert; Aufklärung (Epoche); Diskurs; Kritik; Institution; Locke, John; Rousseau, Jean-Jacques; Westeuropa |
| Abstract | Der Beitrag stellt einen bislang wenig thematisierten Strang des vielfältigen europäischen Schuldiskurses des 18. Jahrhunderts in den Fokus: die Skepsis gegenüber Schulen als mögliche Garantinnen von Freiheit, Vernunft und Fortschritt im Anbruch der Moderne. Obgleich sich das 18. Jahrhundert in einer gewissen Selbststilisierung als pädagogisches Jahrhundert bezeichnete, bedeutete diese bildungsfreundliche Orientierung keineswegs, dass Schulen allgemein als Ort der Einlösung des Versprechens einer erneuerten Bildung akzeptiert wurden. Könnten ausgerechnet Schulen, diese noch unreformierten, klösterlich anmutenden Institutionen, den Schlüssel für die Konsolidierung von Freiheit, Vernunft und Fortschritt stellen? Der Beitrag rekonstruiert diesen skeptischen Diskursstrang gegenüber schulischen Institutionen in der Kernzeit der Aufwertung von Erziehung und Bildung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Dieser Diskurs war in Europa ungleich verteilt und im deutschsprachigen Bereich seltener anzutreffen. Die hier in Fokus stehende Institutionenskepsis kann jedoch nicht als reiner Vertrauensverlust, sondern eher als Umverteilung des Vertrauens interpretiert werden. (DIPF/Orig.). This article focuses on a strand of the diverse European school discourse in the eighteenth century that has been little discussed to date: the scepticism towards schools as possible guarantors of freedom, reason and progress at the dawn of modernity. Although the eighteenth century described itself in a certain self-stylization as a 'pedagogical' century, this pro-educational orientation by no means meant that schools were generally accepted as a place where the promise of a renewed education and society could be fulfilled. Could schools of all places, these still unreformed, monastic-looking institutions, hold the key to the consolidation of freedom, reason and progress? The article reconstructs this sceptical strand of discourse towards school institutions in the core period of the revaluation of education in the second half of the eighteenth century. This discourse was unevenly distributed across Europe and was less common in Germanspeaking countries. The institutional scepticism in focus here cannot be interpreted as a pure loss of trust, but rather as a redistribution of trust. (DIPF/Orig.). |
| Erfasst von | DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main |
| Update | 2026/1 |