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Autor/inn/enHopf, Diether; Hatzichristou, Chryse
TitelRueckkehr in die Heimat.
Zur schulischen und sozialpsychologischen Situation griechischer Schueler nach der Remigration.
QuelleIn: Zeitschrift für Pädagogik, 40 (1994) 1, S. 147-170
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-3247
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-108330
SchlagwörterEmpirische Untersuchung; Psychosoziale Belastung; Psychosoziale Situation; Schulwesen; Schüler; Schülerverhalten; Schulleistung; Remigration; Ausland; Griechenland
Abstract12653-0694 In dieser Arbeit aus dem Max-Planck-Institut fuer Bildungsforschung, Berlin, wird ueber die Ergebnisse einer Untersuchung zur Schulsituation griechischer Kinder nach ihrer Rueckkehr aus Deutschland in ihr Heimatland berichtet. An Stichproben aus griechischen Grundschulen und Sekundarschulen wird untersucht, welche Probleme in den Schulleistungen und im psychologischen Befinden der Rueckkehrer im Vergleich zu den einheimischen Kindern auftreten. Die Verfasser machen darauf aufmerksam, dass die Probleme der Remigration zahlenmaessig durchaus ins Gewicht fallen, kehrt doch die Mehrheit der auslaendischen Arbeitnehmer in ihre Heimat zurueck. Fuer die Griechen gilt, dass rund 86 Prozent derjenigen, die zwischen 1960 und 1989 in die damalige Bundesrepublik kamen, wieder in ihre Heimat zurueckgekehrt sind. Als wichtigstes Rueckkehrmotiv wurde von den Griechen in einer anderen Befragung "Bildung der Kinder" angegeben. . Nun machen allerdings die hier vorgelegten Untersuchungsergebnisse deutlich, dass die Rueckkehrerkinder schulisch in ihrem Heimatland im Rueckstand liegen. In der Grundschule zeigen die Rueckkehrerkinder insbesondere schlechtere Leistungen im Fach Geschichte, wobei der griechische Lehrplan besonderes Gewicht auf nationalspezifische Inhalte legt. Es zeigen sich im uebrigen ausgepraegte Differenzen zwischen Jungen und Maedchen: Weibliche Rueckkehrerkinder in der Grundschule zeigen schlechtere Leistungen in Geschichte und in Mathematik im Vergleich mit den zurueckgekehrten Jungen aber auch im Vergleich mit den einheimischen Kindern. Die Autoren interpretieren diesen Befund so, dass die Maedchen staerker auf diemit der Remigration gegebenen Umstellungszwaenge reagieren und zudem laenger brauchen, um sich in der neuen Welt einzuleben, was sich in reduzierten Schulleistungen niederschlaegt. Je spaeter die Kinder in der Grundschulzeit zurueckkehren, desto schwieriger gestaltet sich das Einleben sowohl fuer Jungen wie fuer Maedchen, wodurch der mit 12 Jahren anstehende Uebergang in die Sekundarschule erschwert wird...Bei den im Sekundarschulalter zurueckgekehrten Kinder zeigen sich neben Schulleistungsprobleme typische Verhaltensprobleme. Die Maedchen verhalten sich auffaellig zurueckgezogen und still, waehrend die Jungen durch besonders aggressives Verhalten auffallen. Dies stellen die Lehrer fest, aber auch die Mitschueler, die die zurueckgekehrten Jungen haeufig als "Streithammel" ablehnen. Die Rueckkehrerkinder kommen haeufig mit den Anweisungen der Lehrer nicht zurecht. Die Autoren machen darauf aufmerksam, dass die meisten Rueckkehrerkinder in Deutschland speziellen muttersprachlichen Unterricht und auch Nationalklassen besucht haben. Offenbar erfuellen sich die hochgesteckten Ansprueche an diesen Zusatzunterricht aber nicht. Weder in der Muttersprache noch in den anderen Kernfaechern werden die in Griechenland geforderten Ziele erreicht. Lediglich im Alltagssprachgebrauch fallen die Rueckkehrerkinder nicht weiter auf. Ein wichtiges Ergebnis der vorliegenden Untersuchung ist, dass eigentlich nur die Kinder, die bis zum Alter von 7 Jahren nach Griechenland zurueckgekehrt sind, keine Schwierigkeiten in ihrer spaeteren Schulkarriere haben.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1995_(CD)
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