Literaturnachweis - Detailanzeige
Autor/inn/en | Marx, Nicole; Steinhoff, Torsten |
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Titel | Können einzelsprachliche Interventionen sprachenübergreifende Effekte haben? Wie die schulische Majoritätssprache Herkunftssprachen fördern kann. Paralleltitel: Can monolingual interventions be effective across languages? How the language of schooling can support heritage languages. |
Quelle | In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 24 (2021) 4, S. 819-839
PDF als Volltext |
Beigaben | Illustration |
Sprache | deutsch |
Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
ISSN | 1862-5215 |
DOI | 10.1007/s11618-021-01032-5 |
Schlagwörter | Bildungssprache; Empirische Untersuchung; Fragebogen; Transfer; Test; Schuljahr 06; Gymnasium; Gesamtschule; Deutschunterricht; Sprachförderung; Textproduktion; Bilingualismus; Türkischunterricht; Schreibkompetenz; Schreibunterricht; Muttersprachlicher Unterricht; Intervention; Qualität; Deutschland; Nordrhein-Westfalen |
Abstract | Vom herkunftssprachlichen Unterricht wird häufig nicht nur erwartet, dass er herkunfts- und plurilinguale Kompetenzen fördert, sondern auch, dass er der Förderung von Deutschkompetenzen dient. Für den Großteil der Schüler*innen, die zu Hause kein oder nicht nur Deutsch sprechen, erscheint diese Annahme problematisch. Denn sie sind in Deutschland eingeschult worden und erwerben bildungssprachliche Kompetenzen primär auf Deutsch. Diese Einsicht wurde zum Anlass für eine longitudinale Studie in 6. Klassen zu der Frage genommen, wie sich im Schreibunterricht Interventionen in deutscher Sprache auf das Schreiben in türkischer Sprache auswirken und welche sprachenübergreifenden Zusammenhänge dabei zwischen der Textqualität und den Textrevisionen bestehen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Teilkompetenzen des Schreibens nicht an Einzelsprachen gebunden, sondern transversal, d.h. in mehreren Sprachen nutzbar sind, und dass Schreibkompetenzen von der schulischen Majoritätssprache in die Herkunftssprache transferiert werden können. Daraus schlussfolgern wir, dass ein sprachenübergreifender Schreibunterricht transversale Teilkompetenzen fokussieren sollte. (DIPF/Orig.). In addition to contributing to the development of heritage language (HL) and plurilingual skills amongst HL speakers, one of the goals of HL classes is often (mis)construed as their ability to promote the development of the language of schooling. For the overwhelming majority of HL speaking students in Germany, however, such an assumption seems difficult. These students have completed their entire schooling in German and thus have more highly developed literal skills in German than in the HL. The project reported here took this situation into account. In a longitudinal study carried out in sixth-grade classes, it investigated how differential writing interventions in the majority language German might affect the quality of writing in the HL Turkish. As well, it investigated associations between the writing quality and the writing process in both languages. The results indicate that plurilingual competences in the writing of these students are at least partially characterized by transversality and thus not language-specific, but that they may be supported by a transfer of language knowledge from the majority language to the HL. We conclude that effective cross-language writing instruction should focus on such subskills that could be transversally relevant. (DIPF/Orig.). |
Erfasst von | DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main |
Update | 2022/1 |