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AutorenAhlrichs, Johanna; Macgilchrist, Felicitas
TitelMedialität im Geschichtsunterricht.
Die Rolle des Schulbuchs beim Vollzug von "Geschichte".
Paralleltitel: Mediality in history education. The role of the textbook in "doing history".
QuelleIn: Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung, 6 (2017) 1, S. 14-27
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BeigabenLiteraturangaben S. 24-27
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2191-3560; 2195-2671
DOI10.3224/zisu.v6i1.02
SchlagwörterMedieneinsatz; Ethnografie; Schuljahr 09; Schuljahr 10; Gymnasium; Schulbuch; Unterrichtsmedien; Unterricht; Geschichte (Histor); Geschichtsunterricht; Lesen; Analyse; Material; Nutzung; Situation; Deutschland
AbstractBeruhend auf ethnographischer Forschung beschreibt dieser Beitrag zwei alltägliche Medienpraktiken, die das, was im schulischen Kontext als 'Geschichte' bezeichnet wird' performativ hervorbringen. Vergegenständlichen: Beim Lesen im Geschichtsunterricht wird eine körperliche Distanz zum Buch eingenommen; dabei werden die abgedruckten Inhalte als "etwas Handfestes" mit vermeintlichem Wahrheitscharakter vollzogen. Segmentieren: Durch das Aufteilen und Bereiche-Markieren bei der Schulbuchnutzung werden 'Geschichte' als segmentierbar, Ereignisse und Prozesse als dekontextualisiert und in sich geschlossen hervorgebracht. Die Medienspezifizität des gedruckten Schulbuchs hat - so eine These dieses Beitrags - eine konstitutive politische Wirkkraft im Geschichtsunterricht, welche die Modalitäten des Denkens, Wahrnehmens und Kommunizierens von bzw. über Autorität und sozialer Ordnung prägen kann. (DIPF/Orig.).

Drawing on ethnographic research, this paper describes two media practices which enact what is called 'history' in a school context. Thingification: When students read in class they adopt a bodily distance to the textbook; the textbook becomes 'something physical' which exudes truthfulness. Segmentation: By marking and segmenting space on the pages, the students' bodies enact history as something which can be segmented, events and processes as decontextualized and autonomous. Overall, the paper suggests that the specific mediality of the printed history textbook has a political 'effectfulness' in history education. This not only presents specific topics and issues as particularly relevant, but also shapes broader modalities of perceiving, thinking and communicating about authority and social orderings. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2018/2
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