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Autor/inMeyer, Karl-A. S.
TitelImprovisation als flüchtige Kunst und die Folgen für die Theaterpädagogik.
Quelle(2005), 628 S.
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Berlin, Hochsch. der Künste, Diss., 2006.
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monographie
URNurn:nbn:de:kobv:b170-opus-255
SchlagwörterSpontaneität; Ästhetische Bildung; Improvisation; Theaterpädagogik; Dissertation
AbstractDie Dissertation ist die erste umfassende wissenschaftliche Untersuchung des Phänomens Improvisation als künstlerischer Tätigkeit und bildet einen Rahmen für weitere Detailuntersuchungen. Warum improvisieren wir? Wie wirkt sich Improvisation auf Kunst, Kultur und Subjekt aus? Gefragt wird nicht nur nach der Bedeutung von Improvisation als künstlerischer Praxis für den Einzelnen, für die Gruppe, für die Kunst und für die Gesellschaft, sondern darüber hinaus nach ihrem Stellenwert bei der Entwicklung kultureller Kompetenzen. Erforscht werden Wesensmerkmale dieser spezifischen flüchtigen Kunst, die unabhängig sind von der Beschaffenheit des Materials, mit dem improvisiert wird. Als Bestandteil künstlerischer und künstlerisch-pädagogischer Praxis werden die Phänomene der Improvisation in drei Forschungsansätzen inhaltlich aufgeschlüsselt, miteinander verschränkt und auf Begriffe gebracht: In Teil 1 wird "Improvisation als universales Phänomen" historisch betrachtet. Improvisation als ein auf Erfahrungen basierendes konstruktiv denkendes und spontan agierendes Verhalten, das sich in der Renaissance zum Prinzip "improvviso" entwickelte, bestimmte nicht unwesentlich den Verlauf der europäischen Kulturgeschichte. Im 20. Jahrhundert führte das Prinzip der Improvisation als vermittelnder Dialog zwischen Kunst und Leben zu einer regelrechten "Kultur der Spontaneität" mit ihren vielfältigsten und unterschiedlichsten Improvisationsansätzen in Bildender Kunst, Literatur, Theater, Musik, Tanz und in der Performance Kunst, die hier hinsichtlich ihrer kulturellen Bedeutung miteinander verglichen und analysiert werden. In Teil 2 stehen drei Dimensionen von "Improvisation als individuellem Phänomen" zur Debatte: 1. das Ereignis - die spezifische Raum-Zeit-Dimension, 2. das Material - die künstlerisch-ästhetische Dimension, 3. der Improvisierende - die individuell-subjektive Dimension mit ihren psychologischen, soziologischen, kommunikativ-interaktiven und auch neurobiologischen Komponenten. Besonderes Augenmerk wird auf das einer gelungenen Improvisation innewohnende intensive Erleben gelegt, das mit dem Gefühl der Freiheit einhergeht, sowie auf die besondere Art der Interaktion bei Gruppenimprovisationen, die der Soziologe Victor Turner als "Communitas-Erfahrung" bezeichnet. Mit dem aus diesen Analysen entwickelten "Systemischen Modell der Improvisation" kann belegt werden, dass Improvisation sich aus Vergangenem nährt, sich auf Zukünftiges richtet und überdies ein notwendiges Element kultureller Bildung ist. Der Teil 3, "Empirische Befunde zur Improvisation", ist für sich genommen eine eigenständige empirische Studie mit einer ihr eigenen Methodologie. Inhaltlich geht es in der Befragung von 266 Künstlern und Theaterspielenden per Fragebogen um Grundgefühle, Motivationen und Erlebnisse sowie um die Selbstwahrnehmung von Anforderung und Können beim Improvisieren und schließlich um das Erlebnis des Gelingens. Die Auswertungen ergeben u.a. wichtige Hinweise sowohl für die Vorbereitung und Nachbereitung professioneller Gruppenimprovisationen in Musik, Tanz und Theater als auch für eine Didaktik angeleiteter Improvisation in der ästhetischen Erziehung. Abschließend wird ein Bild entworfen von jener Freiheit als spezifischer Qualität der Improvisation, die sich darin ausdrückt, dass insbesondere bei angeleiteter Improvisation der Improvisierende, der in der Aktivität aufgeht, in die Diskussion einbezogen werden muss. Für die konkrete Praxis der Theaterpädagogik werden dazu methodische Instrumente zur Anleitung von Improvisation bereitgestellt. Improvisation erweist sich als ein wichtiger, wenn nicht notwendiger Beitrag zur Erweiterung spontaner Handlungs-, Kultur- und Lebenskompetenz. Vor diesem Hintergrund bietet die Publikation wichtige Grundlagen für die künstlerische und die künstlerisch-pädagogische Improvisationspraxis. (Orig.).

The dissertation is the first extensive scientific disquisition surveying the phenomenon of improvisation as an artistic performing activity and builds a framework for further detailed analysis. Why do we improvise? What effect does improvisation have on art, culture and the individual? The subject in question is not just the relevance of Improvisation as artistic practice for the individual, for the group, for art and for society, but furthermore for its significance in the development of cultural competence. Being researched are features of this specific transient artform, which are irrespective of the character of material, with which we improvise. As a component of artistic and artistic-educational practice, the phenomenons of improvisation are being categorized content-wise in three research approaches, intertwined and termed: In Part 1 "Improvisation as a universal phenomenon" is being considered in a historical context. Improvisation as a behaviour, based on constructive thinking and spontanious operating, developed into the principle of "improvviso" during the Renaissance, had a significant effect on the course of European cultural history. In the 20th century the principle of improvisation as an intermediatory dialogue between art and life, lead to a downright "Cultur of Spontaneity" with its multifaceted and differential improvisation approaches in fine arts, literature, theatre, music, dance and in performance art, which shall here be compared regarding their cultural relevance. In part 2 three dimensions of "Improvisation as a individual phenomenon" are under consideration: 1. the event - the specific space-time-dimension, 2. the material - the artisic-aesthetic- dimension, 3. the improvisor - the individual-subjective dimension with its psychological, sociological, communicatic-interactiv and also neurobiological components. Special attention is given to the intense experience immanent in a felicitous improvisation, connected to a feeling of freedom, as well as the special way of interaction in a groupimprovisation, which is described as a "Communitas-experience" by sociologist Victor Turner. Developed from these analysis, the "Systemic model of improvisation" can prove, that improvisation feeds of the past, aims at futurities and moreover acts as an essential element of cultural education. The third part "Empirical studies of improvisation", is a self-contained study with its own methodology. As regards contest, the survey of 266 artists and theateractors by questionnaire, deals with basic emotions, motivation and experiences as well as perception-of-oneself in reference to requirements and skills in improvisation and ultimately the experience of success. The evaluations add up to important clues both in the preparation and postproccessing of professional groupimprovisation in music, dance and theatre and in a didactical instructed improvisation in aesthetic education. Concludingly a sketch is drafted of a certain freedom as a specific quality of improvisation, expressed in such a way that, escpecially in guided improvisation, the improviser which is taken up with the activity, has to be included in the discussion. Methodic instruments as guidelines to the ascertained practice of Theatre pedagogics are thereto provided. Improvisation proves to be an important contribution to the extension of spontanous acting-, culture- and lifecompetence. Against that background this publication offers important fundamentals for the artistic and artistic educational improvisationpractice. (Orig.).
Erfasst vonDeutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main
Update2015/3
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