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Autor/inLörwald, Brigitte
TitelDie Entstehung von Technikmuseen seit Beginn der achtziger Jahre als Folge der Musealisierung von Industrie und Technik.
Quelle(2000), 315 S.
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Paderborn, Univ., Diss., 2000.
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monographie
URNurn:nbn:de:hbz:466-20000101114
SchlagwörterBenutzerforschung; Museumspädagogik; Geschichte (Histor); Dissertation; Technik; Museum; Online-Publikation
AbstractDie Technikmuseen haben in den letzten zwanzig Jahren ganz entscheidende Veränderungen erfahren. Die Gründe dafür liegen hauptsächlich in den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen seit Beginn der achtziger Jahre. Diese Gründe transparent zu machen und entsprechende Maßnahmen für die zukünftige Arbeit und Konzeption der Technikmuseen zu entwickeln ist Inhalt der Dissertation. Zunächst wird gezeigt, dass die durch den technischen Fortschritt bedingten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüche zu einem Musealisierungsboom geführt haben, der sich nicht nur auf die Museen beschränkt, sondern zu einem weitläufigen Phänomen geworden ist, das viele gesellschaftliche und kulturelle Bereiche umfasst. Die vielfältigen Musealisierungsphänomene werden häufig als Kompensationsmöglichkeit für die Risiken einer technologisch hochentwickelten Gesellschaft betrachtet. In der Dissertation werden auch die neuen Präsentationsformen in Technikmuseen dargestellt, wobei die Inszenierung eine dominierende Rolle spielt. Die Anlehnung der Technikmuseen an die immer populärer werdenden Themeparks bzw. Freizeitparks wird ebenfalls untersucht. Hier können die Museen viel abschauen, aber eine zu starke Anlehnung an die Themeparks birgt auch Gefahren. Sie führt zwar häufig quantitativ - in Bezug auf die Besucherzahlen - zum Erfolg, die Qualität der Museumsarbeit leidet aber oftmals darunter. Schwerpunkt der Untersuchung ist die Bedeutung der Museumspädagogik für die Technikmuseen der Gegenwart. Selbstverständnis, Anspruch und Wirklichkeit von drei Technikmuseen werden eingehend untersucht: das Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn, das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim und die Deutsche Arbeitsschutzausstellung in Dortmund. Die Medienkonzepte der einzelnen Häuser, speziell die Rolle der neuen elektronischen Medien, werden eingehend betrachtet. Auch der Dualismus der neuen Technologien zwischen Ausstellungsobjekt und Darstellungsmedium wird in diesem Zusammenhang untersucht. Die Entwicklung und Bedeutung der Besucherforschung und ihre Notwendigkeit für die Museumsarbeit wird eingehend untersucht und an einem praktischen Beispiel erläutert. Als Ergebnis der Arbeit sei festgehalten, dass die gegenwärtigen Technikmuseen fast ausschließlich die Zeit der Industrialisierung darstellen. Künftig wird es für die Technikmuseen aber darum gehen, den zeitlichen Rahmen zu erweitern. Denn notwendigerweise muss ein Technikmuseum, das den Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft darstellen will, die neuen Technologien der Informationsgesellschaft in seinen Ausstellungen auch darstellen und vermitteln. (Orig.).

Museums of science and technology have, in the last twenty years, experienced quite significant modifications. The reasons for these radical changes are due mainly to the economic and social upheaval since the beginning of the eighties. The aim of this thesis is to investigate and explain these reasons and to develop appropriate measures for future work and conceptions of museums of science and technology Firstly the thesis will examine how technical progress - due to economic and social upheaval - has led to a "Musealisierung"-boom. This is not limited to museums but also includes its development as a widespread phenomenon, encompassing many social and cultural areas. The various phenomena of "Musealisierung" are often regarded as possibilities for compensation for the risks that are to be found in a highly technologically developed society. In this thesis, the new presentation forms in museums of science and technology are presented, where the "Inszenierung" (scenic production) plays a dominant role. The increasing similarities between technology museums and the increasingly popular themeparks and recreational parks will also be examined. Museums can learn much from these parks, but creating overly strong similarities with such themeparks also brings its dangers. It often leads quantitatively - regarding the number of visitors - to success, however the quality of the museum work often suffers as a result. The main focus of the investigation is the meaning of "museum education" for today´s museums of science and technology. Self-understanding, demand and reality of three museums are examined in detail: The Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn, Germany, the Landesmuseum für Technik und Arbeit (Federal State Museum for Technology and Work) in Mannheim, Germany, and the Deutsche Arbeitsschutzausstellung (German Industrial Safety Exhibition) in Dortmund, Germany. The media concepts of these institutions, particularly the role of the new digital media, are examined in detail. The dualism between exhibition subject and representation medium of the new technologies is also examined in this context. The development and meaning of visitor research and its importance for the work of museums are examined in detail and described with a practical example. The results of the work show that the present museums of science and technology represent almost exclusively the time of the Industrial Revolution. In the future however, the main concern of the museums of science and technology will be to extend this time frame. If a museums of science and technology wants to represent the change from an industrial into an information society, it has to mediate and present the new technologies of the information society that it considers to be important. (Orig.).
Erfasst vonDeutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main
Update2015/3
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