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Forschungsdaten Bildung - Details zur Studie:

Zur Bedeutung des Diskrepanzkriteriums zur Intelligenz für die Definition der Rechenstörung

Im Projekt wurde anhand mehrerer Experimente untersucht, inwiefern sich Kinder mit unterdurchschnittlichen Rechenleistungen von Kindern mit durchschnittlichen bzw. guten Rechenleistungen unterscheiden. Im Besonderen sollte geprüft werden, ob und inwiefern die allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit Einfluss auf die Merkmale der Kinder mit unterdurchschnittlichen Rechenleistungen hat. Als Merkmale interessierten grundlegende numerische Kompetenzen, einfaches und fortgeschrittenes Rechnen, mathematisches Verständnis, die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Festigung des basalen arithmetischen Faktenwissens und das Arbeitsgedächtnis. Untersucht wurden Kinder mit unterdurchschnittlichen und Kinder mit durchschnittlichen bzw. guten Rechenleistungen, wobei jeweils Untergruppen nach der allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit gebildet wurden. Die Gruppen wurden in der Zeit um den Wechsel vom zweiten zum dritten Schuljahr anhand von standardisierten Tests zusammengestellt. Einzelne Experimente wurden zu basisnumerischen Fähigkeiten, zu basalem arithmetischen Faktenwissen (...), zum mathematischen Verständnis, zum Arbeitsgedächtnis und zur Stabilisierung des basalen arithmetischen Faktenwissens durchgeführt. Die (…) Analysen zeigen, dass die Kinder, die den Gruppen Rechenstörung und Rechenschwäche angehörten, im Vergleich zu den Kontrollgruppen beträchtliche Schwächen beim einfachen Rechnen (...) aufwiesen, was auf Defizite bezüglich des basalen arithmetischen Faktenwissens hinweist (...). Unterschiede zwischen Kindern mit Rechenstörung und denen mit Rechenschwäche ließen sich in diesem Merkmal (...) jedoch nicht aufzeigen. Auch bei den Analysen zum Arbeitsgedächtnis zeigten sich keine spezifischen Defizite der Kinder mit Rechenstörung. (DIPF/Projekt)

Studien- und Projektinformationen

Untertitel1. Förderphase
Laufzeit01.01.2011 - 28.02.2014
ProjektleitungGrube, Dietmar
Beteiligte Institution(en)Institut für Pädagogik (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
Kontakt des Projektsdietmar.grube@uni-oldenburg.de
Projektwebsitehttp://www.esf-koordinierung.de/projects/diskre
SchlagwörterRechenschwäche; Rechenschwierigkeit; Rechnen; Störung; Mathematische Kompetenz; Schülerleistung; Grundschule; Schüler; Diskrepanz; Intelligenz (Psy); Faktenwissen; Rechenkompetenz; Kognitive Kompetenz; Leistungsentwicklung; Diagnose; Arbeitsgedächtnis; Diagnostik; Kompetenzmessung; Leistungsmessung; Computerunterstütztes Verfahren; Deutschland
Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Forschung zu Diagnostik und Intervention bei Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten
FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen01GJ1008
Inhaltliche AngabenVier Gruppen wurden im 2 (Mathematikleistung: durchschnittlich - unterdurchschnittlich) mal 2 (Intelligenz: durchschnittlich - leicht unterdurchschnittlich) faktoriellen Design über zwei Jahre hinweg mit Messwiederholung verglichen. Herangezogen wurden hierfür Kinder mit Minderleistungen in Mathematik, die eine Diskrepanz von min. 1.2 SD zur Intelligenz aufwiesen (Rechenstörung). Jene, die keine Diskrepanz aufwiesen (Rechenschwäche), wurden mit zwei Kontrollgruppen hinsichtlich mathematikrelevanter kognitiver Variablen wie Arbeitsgedächtnisleistungen, Abruf arithmetischer Fakten, symbolischer und nicht-symbolischer Mengenvergleiche sowie Textaufgaben verglichen. (DIPF/Projekt)
UntersuchungsdesignQuasi-Experimentelles Design
Längsschnitt
Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)
Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Computerbasierter Test)
Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Bremen; Niedersachsen)
UntersuchungseinheitSchüler
Auswahlverfahren
Anmerkungen: Rekrutierung von Schülern mit Rechenschwäche / Rechenstörung in Schulen mit Bitte um Teilnahme am Screening (ganze Klassen); die Kontrollgruppenkinder wurden mittels Propensity Score (Matching zu Kindern der Gruppe Rechenstörung bzw. Rechenschwäche) ausgewählt (Variablen: Intelligenz, Ausfmerksamkeit, Alter, Lese- und Rechtschreibleistung).
Population / StichprobeSchüler (Regelbeschulung) Ende 2. Klasse / Anfang 3. Klasse mit und ohne Minderleistungen in Mathematik (N=204); Stichprobengröße zu Messzeitpunkt 1 (n=175): Rechenschwäche (n=27); Rechenstörung (n=48); Kontrollgruppe A (n=54); Kontrollgruppe B (n=46)

Forschungsdaten und -instrumente

Kompetenz- und Leistungsmessungen
Art der DatenKompetenz- und Leistungsdaten
Erhebungszeitraum23.05.2011 - 15.11.2011; 29.03.2012 - 09.08.2012; 06.09.2012 - 28.11.2012; 16.03.2013 - 01.07.2013; 08.10.2013 - 20.02.2014
ErhebungsverfahrenLeistungs- und Kompetenztests; Computerbasierter Test; Paper and Pencil Test
Anmerkungen zu den DatenDie Daten verbleiben beim Produzenten. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an das Projekt selbst.

Downloads und Links

nicht verfügbar

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