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Forschungsdaten Bildung - Details zur Studie:

Intergenerationelle Bildungsabstiege von Akademikerkindern

Das Projekt bezog sich auf das Thema der Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft. Während in der soziologischen Bildungsforschung intergenerationale Bildungsaufstiege im Vordergrund stehen, beschäftigte sich das Projekt mit Bildungskarrieren, bei denen das Bildungsniveau der Eltern (zunächst) nicht erreicht wird. Die Analyse intergenerationaler Bildungsabstiege, insbesondere der Vergleich von Bildungsabsteigern und Personen, die das Bildungsniveau der Eltern erreichen oder übertreffen, kann einen differenzierteren Einblick in den Bildungserfolg innerhalb einer Bildungsschicht geben: Welche Faktoren entscheiden bei gleichen Startpositionen über den Statuserhalt? Weiterhin ist die Untersuchung von Bildungsabstiegen aufschlussreich in Bezug auf die Wirkung der sozialen Herkunft: Welche Chancenvorteile in Bezug auf die Bildungskarriere haben Akademikerkinder, selbst wenn sie das Bildungsniveau ihrer Eltern nicht erreichen, gegenüber Personen aus bildungsferneren Familien mit sonst gleichen Merkmalen? Zur Bearbeitung der Forschungsfrage wurden Längsschnittdaten der Teilstudie des Nationalen Bildungspanels "Bildung im Erwachsenenalter und lebenslanges Lernen" analysiert (…) und statistische Verfahren, u. a. die Ereignisanalyse und die Sequenzanalyse, angewandt. Die Ergebnisse des Projekts zeigen, dass der Anteil an Akademikerkindern, die den typischen akademischen Bildungsweg von „Grundschule, Gymnasium und Universitätsstudium“ durchlaufen, sehr hoch ist. Zugleich sind in dieser Herkunftsgruppe sowohl ein späteres Einschwenken auf den akademischen Bildungsweg als auch Abbrüche des akademischen Wegs sehr häufig. An den für die Untersuchung ausgewählten Übergängen zeigt sich, dass auch in späten Phasen der Bildungskarriere der drohende Statusverlust die Neigung zur Aufnahme weiterführender Bildung erhöht, jedoch nicht das Studienabbruchrisiko verringert. Letzteres hängt stärker von den vor dem Studium zurückgelegten Bildungswegen ab. (DIPF/Projekt/Projektträger)

Studien- und Projektinformationen

Laufzeit01.02.2011 - 31.01.2014
ProjektleitungSchneider, Thorsten
Beteiligte Wissenschaftler/innenHahn, Sophie
Beteiligte Institution(en)Fachgruppe Soziologie (Otto-Friedrich-Universität Bamberg)
Kontakt des Projektsthorsten.schneider@uni-leipzig.de
SchlagwörterBildungslaufbahn; Bildungsbiografie; Bildungschance; Bildungserfolg; Bildungsabschluss; Einflussfaktor; Bildungsniveau; Eltern; Akademiker; Soziale Herkunft; Sekundäranalyse; Deutschland
Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Promotionsförderung für Nachwuchswissenschaftler/-innen - Bildungsforschung auf der Grundlage von Daten der amtlichen Statistik sowie Prozess- und Paneldaten unterschiedlicher Provenienz (einschließlich der Indikatorenforschung)
FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen01JG1059
UntersuchungsdesignSekundäranalyse

Forschungsdaten und -instrumente

Nationales Bildungspanel (NEPS): Startkohorte 6 (Erwachsene)
Datenzugang DOI: 10.5157/NEPS:SC6:1.0.0
Art der DatenUmfrage- und Aggregatdaten
Archivierende EinrichtungForschungsdatenzentrum des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (FDZ-LIfBi)
Veröffentlichungsdatum22.12.2011

Publikationen

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

Downloads und Links

Forschungsdaten

DOI: 10.5157/NEPS:SC6:1.0.0
[Umfrage- und Aggregatdaten]

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