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AutorenKade, Sylvia; Nittel, Dieter; Nolda, Sigrid
Titel"Werte Bürgerinnen und Bürger! Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer!" Institutionelle Selbstbeschreibungen von Volkshochschulen in politischen Veränderungssituationen.
Paralleltitel: "Dear citizens! Dear participants!" - Institutional self-portrayals of colleges of further education (Volkshochschulen) in times of political change.
QuelleIn: Zeitschrift für Pädagogik, 39 (1993) 3, S. 409-426
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BeigabenLiteraturangaben
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-3247
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-111830
AbstractAnhand einer Analyse von Geleitworten östlicher Volkshochschulprogramme vor, während und nach der Wende wird herausgearbeitet, daß östliche Selbstdarstellungen, um erkennbar zu machen, daß die alte Zeit vorüber, die Institution aber dennoch glaubwürdig und funktionstüchtig ist, zu folgenden argumentativen Mitteln greifen: (1) Symbolisierung institutioneller Verunsicherung durch stilisierte Überorientierung, (2) Hervorhebung des regionalhistorischen Bezugs, (3) betonte "Hinwendung zum Teilnehmer", (4) Einsatz einer Rhetorik der Steigerung und der Verwertbarkeit. Bei Selbstbeschreibungen einer westlichen Volkshochschule im Zuge eines "normalen" kommunalpolitischen Machtwechsels erscheinen neben spezifisch westlichen Merkmalen wie "Pluralität", "kommunale Einbindung in öffentliche Verantwortung" sowie "Vielfalt und Spaß" als (vordergründige) Gemeinsamkeiten der Subjektbezug und eine prononcierte Steigerungsrhetorik. Dabei muß aber beachtet werden, daß die östlichen Varianten immer auch an vergangene Muster und Vorstellungen anknüpfen, so daß trotz Ähnlichkeiten in einzelnen Merkmalen Unterschiede bleiben. (DIPF/Orig.)

Based on an analysis of prefatory notes in programs issued by East German colleges of further education before, during, and after the break-down of the East-German system, the authors show that in their self-portrayals these colleges, in order to demonstrate that though old times are gone the institution is still credible and functioning, have recourse to the following argumentative strategies: 1) symbolization of institutional insecurity by stylized overorientation; 2) accentuation of the regional-historical links; 3) pronounced "client orientation"; 4) a rhetoric of enhancement and usefulness. In self-portrayals of a West German institution of further education appear, in the wake of "normal" municipal transitions of power, - besides specifically Western characteristics such as "pluralism" "communal participation in public responsibilities", as well as "variety and fun" - client orientation and a pronounced rhetoric of enhancement as (superficial) commonalities. However, in this we have to keep in mind that the Eastern variants always draw on past patterns and concepts so that, despite similarities in individual features, differences survive. (DIPF/Orig.)
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