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AutorenMiller, Susanne; Kottmann, Brigitte
TitelKinder mit Lernschwierigkeiten in der Grundschule.
Lehrkräfte im Entscheidungsdilemma.
QuelleAus: Diehm, Isabell (Hrsg.); Kuhn, Melanie (Hrsg.); Machold, Claudia (Hrsg.): Differenz - Ungleichheit - Erziehungswissenschaft. Verhältnisbestimmung im (Inter-)Disziplinären. Wiesbaden: Springer VS (2016) S. 219-237
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Sammelwerksbeitrag
ISBN978-3-658-10515-0; 978-3-658-10516-7; 3-658-10515-1
DOI10.1007/978-3-658-10516-7_12
SchlagwörterKind; Grundschule; Lehrer; Lehrerin; Lernschwierigkeit; Inklusion; Ungleichheit; Sonderpädagogik; Sonderpädagogischer Förderbedarf
Abstract[...Wocken betont], in der Inklusion könne es, "keine Grüppchen, keine Kategorien, keine Schubladen mehr geben", vielmehr sind nun "einfach alle unterschiedslos und unzuordenbar verschieden" (Wocken 2011 S.78). In der Praxis sieht es allerdings deutlich anders aus, wie aktuelle Zahlen der KMK Statistik belegen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass es bisher weder eine Veränderung der Konstruktionsprozesse gibt, die Kinder als, behindert' oder, sonderpädagogisch förder- bzw. unterstützungsbedürftig' festschreiben, noch sind grundlegende Veränderungen in unserem auf Selektion angelegten Schulsystem umgesetzt. Sämtliche Selektionsmaßnahmen bestehen fort und die als, behindert' kategorisierten Kinder verbleiben weiterhin in der Zuständigkeit des sonderpädagogischen Systems entweder an einer Förderschule oder an einer Regelschule. Gleichzeitig werden insbesondere Regelschullehrkräfte mit nahezu grenzenlosen normativen Ansprüchen konfrontiert, , individuelle Förderung' betreiben zu sollen. Am Beispiel der Zuweisung des sonderpädagogischen Förderbedarfs mit dem Förderschwerpunkt lässt sich dieser Widerspruch der letztendlich in massive Benachteiligung mündet, besonders gut nachzeichnen. Dies soll hier im Weiteren erfolgen, indem die Gruppe der Kinder mit Lernschwierigkeiten quantitativ und qualitativ näher beschreiben und dabei die prinzipiellen Definitionsschwierigkeiten des Begriffs der Lernbehinderung bzw. der Lernschwierigkeit und ihrer Feststellung erörtert werden. Im empirischen Teil werden anschließend an konkreten Fällen drei Typen von Entscheidungsstrategien nachgezeichnet, die Lehrkräfte im Abwägungsprozess zur Meldung auf Überprüfung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs entwickeln. (Orig.).
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
Update2017/2
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