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AutorGenz, Henning
TitelDynamische Symmetrien.
QuelleIn: Praxis der Naturwissenschaften. Physik, 38 (1989) 5, S. 9-17    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0177-8374; 0342-8729
SchlagwörterSachinformation; Symmetrie; Naturgesetz; Physik; Theoretische Physik; Grafische Darstellung
AbstractDie Ueberpruefung der fundamentalen Naturgesetze auf Symmetrie zeigt, dass diese verschiebungs- und drehsymmetrisch sind, sich auch symmetrisch gegenueber Aenderung der Geschwindigkeit um einen zeitlich unabhaengigen Anteil verhalten. Als Konsequenz dieses Sachverhaltens muss, wie ausfuehrlich an einer Pendeluhr und anderen Beispielen eroertert, die Unbeobachtbarkeit von absoluten Groessen - Ort, Richtung, Geschwindigkeit - angesehen werden. Die Naturgesetze sind gegenueber Spiegelsymmetrie nicht symmetrisch, wie 1956 an den Gesetzen des radioaktiven Betazerfalls gezeigt werden konnte, obgleich dies die Alltagserfahrung nicht erkennen laesst. Fuer Elementarteilchen gilt die durch das PCT-Theorem festgehaltene Symmetrie (Raumspiegelung (P), Vertauschung: Teilchen- Antiteilchen (C), Zeitumkehr (T)). Die Symmetrien der Naturgesetze koennen nicht an Einzelablaeufen, wie erlaeutert, abgelesen werden, sondern nur an Beziehungen zwischen den Ablaeufen. Die Existenz von Erhaltungsgroessen ist als Folge der Symmetrien anzusehen, wie das Noether-Theorem zeigt. Verfolgt man die Entwicklung der Physik von Newton ueber Maxwell, die Lorentz-Transformation, die Theorie der schwachen Wechselwirkung (Nobelpreis 1974) bis hin zu Wechselwirkungen zwischen Quarks und Gluonen, so kann man stets Symmetrieerweiterungen konstatieren. Die Diskussion zeigt unter Heranziehung von Beispielen, dass die Forderung nach lokaler Symmetrie der Naturgesetze staerkere Konsequenzen hat.
Erfasst vonHessisches Landesinstitut für Pädagogik, Wiesbaden
Update1998_(CD); 2001/1
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