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AutorSchwerdt, Peter
TitelMassenentsaeuerungsverfahren fuer Bibliotheken und Archive - Entwicklungsstand und Aussichten fuer eine Einfuehrung in der Bundesrepublik Deutschland.
QuelleIn: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, 36 (1989) 1, S. 3-18    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-2380
SchlagwörterArchivwesen; Bibliothekswesen
AbstractDas seit dem 19. Jahrhundert industriell gefertigte Papier ist aufgrund saeurebildender Inhaltsstoffe inzwischen starken Alterungs- und Zerfallsprozessen unterworfen - ein weltweites Problem fuer Bibliotheken und Archive. In der Bundesrepublik Deutschland wurden daher von der Deutschen Bibliothek in Frankfurt und dem Battelle-Institut derzeit im Ausland verwendete Massenkonservierungsverfahren fuer Papiere geprueft. Das Projekt wurde vom Bundesministerium fuer Forschung und Technologie finanziert. Die wesentlichen Ergebnisse sind im vorliegenden Aufsatz zusammengefasst. Dem Autor gelingt dabei die allgemeinverstaendliche Darstellung der Materie. Von den in den letzten Jahren diskutierten Konservierungsmethoden eignen sich nach Erkenntnis des Frankfurter Projekts fuer die Massenentsaeuerung bei grossen Stueckzahlen insbesondere die folgenden: In den USA erprobt die Library of Congress in Washington das sogenannte Diethyl-Zink-(DEZ)-Verfahren. Bei dieser Methode werden in einem Vorgang, der insgesamt 50 Stunden dauert, die Buecher mit gasfoermigem DEZ behandelt. Eine zeitaufwendige Vorauswahl und Pruefung der zu behandelnden Buecher ist nicht erforderlich. Doch ist die Handhabung des DEZ aufgrund seiner grossen Instabilitaet und Reaktionsfreudigkeit problematisch. DEZ ist an Luft selbstentzuendlich, reagiert mit Wasser aeusserst heftig und zersetzt sich bereits bei Temperaturen oberhalb 120merikanische Grossanlage wird fuer eine Jahreskapazitaet von 1 Million Buecher ausgelegt. Diese Groesse wird als wirtschaftliche Untergrenze angesehen. Die Kosten fuer die Behandlung eines Buches liegen bei etwa 4, 1 US Dollar. In Kanada (und mit Abwandlung in Frankreich) wird von den grossen nationalen Bibliotheken ein auf Magnesiummethylcarbonat (MMC) basierendes Verfahren erprobt. Hierbei ist aber eine Vorauswahl der zu behandelnden Buecher erforderlich: etwa 30 Prozent werden als nicht geeignet aussortiert. Bei dieser Methode werden 3, 5 bis 6 US Dollar pro Buch bei Jahreskapazitaeten von etwa 500 000 Buechern geschaetzt. Das Verfahren hat eine gravierende Schwachstelle, naemlich eine zu hohe Freisetzung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) an die Umgebung durch Nachverdunstung aus ungenuegend getrockneten Buechern. Auf diesem Gebiet besteht noch Entwicklungsbedarf. Immerhin kommen das MMC-Verfahren und das DEZ-Verfahren aufgrund ihres Entwicklungsstandes einem praktischen industriellen Einsatz zur Massenkonservierung der vom Zerfall bedrohten Papiere am naechsten.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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