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Literaturnachweis - Detailanzeige

AutorRollett, Brigitte
TitelDer Gefahr auflauern. Entwicklung des Sicherheitsbewusstseins bei Kindern und Jugendlichen.
QuelleIn: Pluspunkt, (1989) 1, S. 9-11    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
SchlagwörterAngst; Kindesentwicklung; Schüler; Schülerpersönlichkeit; Sicherheitserziehung; Unfall; Unfallschutz; Unfallverhütung; Verkehrserziehung
AbstractProfessor Dr. Brigitte Rollett, Leiterin der Abteilung fuer Entwicklungspsychologie und Paedagogische Psychologie an der Universitaet Wien, beteiligte sich mit diesem jetzt schriftlich vorliegenden Beitrag am Vierten Internationalen Kolloquium zur Unfallverhuetung und Sicherheitserziehung in Schulen im Oktober 1988 in Strassburg. Sie fuehrt hier aus, wie eng die Entwicklung des Sicherheitsbewusstseins mit der gesamten Persoenlichkeitsentwicklung waehrend der beiden ersten Lebensjahrzehnte verknuepft ist. Fuer ein entwickeltes Sicherheitsbewusstsein muessen die Kinder ueberhaupt erst einmal adaequate Begriffe fuer "Unfall" und "Gefahr" entwickeln. Noch im Grundschulalter z. B. verfuegen Kinder nicht ueber einen angemessenen Unfallbegriff. Unfall wird mit Verletzung gleichgesetzt. Ereignisse, bei denen es nur zu Sachschaden kommt und Beinahe- Unfaelle werden nicht in die Kategorie "Unfall" eingeordnet. Dies hat bedenkliche Folgen, denn die Kinder ziehen aus erfolgreich bewaeltigten, gefaehrlichen Situationen keine Konsequenzen fuer eine bessere Praevention, da sie die betreffenden Sachlagen nicht als Quelle moeglicher Unfaelle einstufen. Ein angemessenes Sicherheitsverhalten setzt auch voraus, dass die Betroffenen keine magischen, fatalistischen oder mystischen Einstellungen hinsichtlich der Beeinflussbarkeit von Unfaellen haben. Solche Vorstellungen sind aber im Kleinkindalter die Regel. Aufgabe der Sicherheitserziehung ist hier das Einueben klarer Regelungen fuer den Umgang mit gefaehrlichen Situationen, ausserdem die Erarbeitung erster Einsichten in die Beeinflussbarkeit von Unfallgefahren. Zur Rolle der Angst im Hinblick auf die Sicherheitserziehung fuehrt die Autorin u. a. folgendes aus: Obwohl immer wieder versucht wird, der Angst eine positive Rolle bei der Verhuetung von Unfaellen zuzuschreiben, zeigt sich, dass die Auswirkungen in den meisten Faellen negativ sind. Die weitaus meisten Situationen, in denen Gefaehrdungen auftreten, erfordern ein aktives, wenn auch kontrolliertes und sicheres Verhalten. In Verkehrssituationen kann beobachtet werden, dass Kinder, die zu Angst neigen, die Situation lange betrachten, dann aber unkontrolliert losstuermen, um die angsterregende Situation moeglichst schnell hinter sich bringen zu koennen, ein sicher wenig zweckmaessiges Verhalten. Die Autorin spricht sich fuer eine gezielte Sicherheitserziehung in Familie und Schule aus. In der Schule muesse darauf geachtet werden, dass ein sicherheitsfreundliches Organisationsklima herrscht: Bagatellisierung von Unfaellen bzw. Beinahe-Unfaellen, Schuldzuweisungen anstelle von Untersuchung und Beseitigung von Unfallursachen seien nicht zweckmaessig.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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