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AutorenLukesch, Helmut; Habereder, Sabine
TitelDie Nutzung indizierter und konfiszierter Videofilme durch Jugendliche nach Aenderung der Jugendschutzbestimmungen.
QuelleIn: Psychologie in Erziehung und Unterricht, 36 (1989) 2, S. 134-139    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0342-183x
SchlagwörterMediennutzung; Medienpädagogik; Videofilm; Jugendschutz; Jugendlicher
AbstractProf. Dr. Helmut Lukesch und Sabine Habereder, Institut fuer Psychologie der Universitaet Regensburg, berichten hier ueber eine Untersuchung an 174 Jugendlichen, wobei der Frage nachgegangen wurde, ob sich durch die seit 01.04.1985 geaenderten Jugendschutzbestimmungen der Konsum indizierter und konfiszierter Vidiofilme geaendert hat. Die Jugendlichen wurden nach Videofilmen gefragt, die ihnen besonders gut gefallen haben und die im letzten halben Jahr gesehen wurden. 30, 5 Prozent der Jugendlichen gaben einen oder mehr indizierte Filmtitel an, weitere 8 Prozent berichteten von konfiszierten Filmen, die ihnen besonders gut gefallen hatten. Im Vergleich zu frueheren Untersuchungen vor Aenderung des Jugendschutzgesetzes ist damit die Verbreitung derartiger Filme in etwa gleich geblieben. Die Hauptbezugsquelle fuer indizierte Filme stellen aeltere Freunde der Befragten dar. Beinahe jeder vierte Film dieser Kategorie kommt aus dem familiaeren Bereich, d. h. von Eltern, Geschwistern und Verwandten. Die Selbstausleihe aus Vidiotheken scheint demgegenueber eine untergeordnete Rolle zu spielen, ebenso unbedeutend ist der Versandhandel. Jungen sehen etwa doppelt so viele indizierte Filme wie Maedchen. Das Gros der von den Jugendlichen genannten indizierten und konfiszierten Filme stammt aus den Bereichen Horror und Action. Sexfilme rangieren an vierter Stelle. Video- Vielseher sind in der Regel auch Videogewalt-Seher. Videokonsum problematischer Art tritt am haeufigsten bei solchen Jugendlichen auf, die neonationale Sprueche oder Slogans befuerworten. Oekologisch engagierte oder Initiativgruppen angehoerige Jugendliche sind dagegen weniger an Videokonsum interessiert und sehen weniger indiziert oder konfiszierte Vidiofilme. Bezueglich der genannten Zahlen ueber problematischen Videokonsum meinen die Autoren, dass die Angaben der Jugendlichen nur untere Schaetzwerte darstellen, da nur spontan erinnerte Videotitel abgefragt wurden. Ausserdem weisen sie darauf hin, dass die befragte Stichprobe nur klein gewesen sei. Zudem seien Gymnasiasten ueberrepraesentiert gewesen, bei denen Video ohnehin eine geringere Rolle als bei den Hauptschuelern spielt. Von daher sei jedoch - so meinen die Autoren - nicht zu erwarten, dass die Zahlen ueberhoeht sind. Als besonders problematisch sehen die Autoren den Befund an, dass offensichtlich die Eltern den Videokonsum der Jugendlichen nicht allzu kritisch werten. Die Autoren ueberlegen daher, welche Moeglichkeiten die Medienpaedagogik im Bereich der Schule ueberhaupt hat.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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