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Literaturnachweis - Detailanzeige

AutorThurow, Reinhard
TitelMiteinander reden, miteinander handeln. Ueber d. Umgang mit Angst in d. Schule.
QuelleIn: Lehren & lernen, 14 (1988) 8, S. 1-21    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0341-8294
SchlagwörterForschung; Angst; Kognitionspsychologie; Lehrer; Schulangst; Lerntheorie; Sachinformation
AbstractDas Angstmodell der Lerntheorie geht davon aus, dass die Angstbereitschaft zum Menschen gehoert. Gelernt werden die Inhalte der Angst und der Umgan g mit ihr. Situationen, die Angst ausloesen, darf man nicht ausweichen, man muss sie bewaeltigen lernen. Wird eine Situation als bedrohlich eingeschaetzt und scheint ein Ausweg aus der Bedrohung ungewiss, dann entsteht Angst. Diese Auffassung vertritt auch die kognitionspsychologische Angstforschung. Allerdings sind Aengste nach dieser Auffasssung nicht drekt durch situative Gegebenheiten hervorgerufen sondern durch die Interpretation derselben. Auf jeden Fall ist uebertriebene Angstvermeidung entwicklungshemmend. Es kommt darauf an, Aengste nicht zu tabuisieren oder kuenstlich vermeiden zu wollen. Die Schule kann zur Angstbewaeltigung beitragen, indem sie den Schuelern Vertrauen in die eigenen Faehigkeiten vermittelt. Wenn die Schueler erfahren, dass sie Herausforderungen meistern koennen, indem sie das Ausmass einer Bedrohung realistisch sehen, koennen sie Aengste abbauen. Doch auch fuer den Lehrer ist es wichtig, seine Aengste nicht zu tabuisieren. Der Lehrplanzwang, die Notengebung oder Disziplinprobleme schaffen Konfliktsituationen. Leicht entsteht der Eindruck, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Die Erfahrung von Angst ist unvermeidbar, aber das Bedrohungspotential ist zu begrenzen, wenn sich negative Erfahrungen durch positive Erfahrungen relativieren.
Erfasst vonHessisches Landesinstitut für Pädagogik, Wiesbaden
Update1998_(CD); 2001/1
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