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AutorenBaker, David P.; Lenhardt, Gero
TitelAuslaenderintegration, Schule und Staat.
QuelleIn: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 40 (1988) 1, S. 40-61    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0023-2653
SchlagwörterBildungsbeteiligung; Chancengleichheit; Geburtenrückgang; Bildungspolitik; Kind; Gegliedertes Schulsystem; Schulübergang; Hauptschule; Schüler; Ausländer; Jugendlicher
AbstractDavid Baker, Soziologe an der Catholic University of America, Washington D.C., und Gero Lenhardt, Soziologe am Max-Planck-Institut fuer Bildungsforschung, Berlin, untersuchen hier anhand von statistischem Material die Zusammenhaenge zwischen den Schulkarrieren deutscher und auslaendischer Schueler in der Bundesrepublik. Sie legen die amtliche Schulstatistik verschiedener Bundeslaender aus zwei unterschiedlichen Zeitpunkten zugrunde. Dabei zeigt sich, dass der Zustrom auslaendischer Schueler den Anteil der Hauptschule an der Sekundarstufe I nicht erhoeht. Als Trend ist deutlich erkennbar, dass der Anteil deutscher Sekundarstufe I-Schueler, die in der Hauptschule verbleiben, abnimmt, wenn der Auslaenderanteil zunimmt. Die relative Stabilitaet oder gar das Schrumpfen des Hauptschulanteils in manchen Regionen im Gefolge des Zustroms auslaendischer Schueler ergibt sich daraus, dass gleichzeitig deutsche Kinder in groesseren Zahlen die Hauptschule verlassen und in die Realschulen und Gymnasien befoerdert werden. Der Zustrom der Auslaender fuehrt also dazu, dass die Bildungschancen deutscher Kinder zunehmen. Die Forscher stellen anhand des statistischen Materials einen zweiten Trend fest, der durch den Geburtenrueckgang bedingt ist. Wenn naemlich die Zahl deutscher Sekundarstufe I-Schueler insgesamt zurueckgeht, nimmt der Anteil der auslaendischen Schueler, denen ein Aufstieg in Realschule und Gymnasium gelingt, zu. Gerade in Landkreisen, wo der Rueckgang deutscher Schueler besonders ausgepraegt ist, faellt auch die Zunahme auslaendischer Schueler in Realschulen und Gymnasien besonders deutlich aus. Zusammenfassend stellen die Forscher fest, dass die Bildungschancen, die mit der dreigliedrigen Sekundarstufe I festgelegt sind, zwischen deutschen und auslaendischen Schuelern zwar nicht gleich verteilt werden. Doch ist die Anwesenheit der einen Gruppe jeweils die Bedingung fuer die Schulkarrieren der anderen. Das Bildungssystem weist deutschen Kindern statushoehere Positionen zu, wenn auslaendische Kinder die unguenstigeren einnehmen. Wenn die Zahl deutscher Schueler jedoch knapp wird, dann spricht offenkundig wenig dagegen, sie durch auslaendische zu substituieren. Woertlich heisst es: "Das Bildungssystem behandelt also die Immigrantenkinder nicht nach Massgabe ethnischer Kriterien, sondern macht aus ihnen Schueler, so wie aus deutschen Jugendlichen auch. Die Schulen sind gewissermassen farbenblind". Die Forscher stellen fest, dass diese Trends mit hoechst geringfuegigen Unterschieden fuer alle Bundeslaender gelten, und zwar unabhaengig von der jeweiligen politischen Programmatik. Das Gewicht gesellschaftlicher Sachzwaenge sei zu gross, als dass politische Programme viel dagegen vermoechten.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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