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AutorAlthoff, Heinrich
TitelDie Abwanderung aus den Metallberufen des Handwerks und ihre Auswirkungen.
QuelleIn: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 17 (1988) 1, S. 15-19    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0341-4515
SchlagwörterBildungssystem; Arbeitskräftebedarf; Beschäftigungssystem; Berufswahl; Ausbildungsberuf; Handwerk; Metallberuf
AbstractDie Untersuchung, die hier in der Zeitschrift des Bundesinstituts fuer Berufsbildung (BIBB) vorgelegt wird, befasst sich mit den Auswirkungen der Abwanderung aus den Metallberufen des Handwerks. Die Metallberufe des Handwerks gehoeren zu jenen Berufen, in denen erheblich ueber den eigentlichen Nachwuchsbedarf ausgebildet wird. In einer 1985/86 durchgefuehrten Erhebung des BIBB bei deutschen Erwerbstaetigen zeigt sich, dass ein Drittel der in den Metallberufen des Handwerks Ausgebildeten zu den Abwanderern gehoert. Die Abwanderer verlassen das Handwerk ganz ueberwiegend in Richtung Industrie (44 %), in den oeffentlichen Dienst (23 %), in den Handel (15 %) und in andere Bereiche (18 %). Die berufliche Zusammensetzung der Untersuchungsgruppe wird massgeblich gepraegt von den KFZ- Mechanikern, die allein 44 % der Abwanderer stellen. Knapp die Haelfte der Abwanderer gibt an, dass sie ihre erlernten Faehigkeiten und Kenntnisse in der neuen Taetigkeit kaum mehr verwenden kann. Der Verfasser des Beitrags folgert daraus, dass hier die Berufsausbildung an ihrem eigentlichen Ziel vorbeiging. Das wiegt seiner Ansicht nach um so schwerer, je mehr solche Jugendliche betroffen sind, denen es weniger leicht fiel, die erforderlichen Qualifikationen zu erwerben, und die sind unter den Abwanderern zahlreich. Der Anteil der Abwanderer ist jeweils am hoechsten unter denjenigen, die keinen schulischen Abschluss aufweisen, nimmt beim Hauptschulabschluss ab, ist am geringsten bei der mittleren Reife und beginnt ueber die Fachhoch- und Hochschulreife wieder zu steigen. Aus der individuellen Sicht der Abwanderer zeigt sich allerdings, dass die Abwanderer ihre Taetigkeit im neuen Beruf als weniger belastend, jedoch auch als weniger anregend empfinden als die im Handwerk Verbliebenen. Zudem geben die Abwanderer haeufig an, dass sie mehr verdienen und dass ihr Arbeitsplatz sicherer ist als in ihrem urspruenglichen Ausbildungsberuf. Der Verfasser des Beitrags weist auf das eigentliche Problem hin, das sich bei dieser Untersuchung zeigt: Die ueberproportionale Ausbildung in den Metallberufen des Handwerks ist nur auf den ersten Blick die Ursache der Abwanderung. Seiner Ansicht nach bedingen nicht die im Handwerk zu hohen, sondern die in anderen Bereichen nicht erbrachten Ausbildungsleistungen den grossen Strom der Abwanderer aus den Metallberufen des Handwerks.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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