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AutorLatham, Martin
TitelBilinguisme et acquisition des langues: Leçons pour l' enseignement des langues vivantes.
QuelleIn: Dialogues et cultures, (1983) 25, S. 81-98    Verfügbarkeit 
BeigabenLiteraturangaben; Anmerkungen
Sprachefranzösisch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0226-6881
SchlagwörterKorrektur; Lernprozess; Didaktische Grundlageninformation; Methodik; Kommunikative Kompetenz; Linguistik; Dolmetschen; Fremdsprachenunterricht; Fremdsprachiger Spracherwerb; Übersetzung; Bilingualismus; Muttersprachiger Spracherwerb; Soziologie; Erfahrungsbericht; Interferenz; Literaturbericht
AbstractDie Strategien eines Bilingualen koennen der Spracherwerbsforschung wichtige Grundlagen liefern, die im Fremdsprachenunterricht umzusetzen sind. Wissenschaftler unterscheiden verschiedene Arten und Niveaus von bilingualen Sprechern, von denen der Autor unter Rueckgriff auf persoenliche Erfahrungen drei Typen beschreibt: den koordinierten Bilingualismus, der auf getrennte und verschiedene semantische Systeme zurueckgreift, den zusammengesetzten Bilingualismus, bei dem unterschiedliche Ausdrucksweisen fuer ein einziges semantisches Grundmodell vorhanden sind, und schliesslich noch die Diglossie, die gleichzeitige Existenz von zwei oder mehr Sprachvarianten innerhalb einer Sprache. Von seltenen Ausnahmen abgesehen, geben die Bilingualen einer Sprache den Vorzug, diese Praeferenz kann sich jedoch - abhaengig von der Umgebung - aendern. Beim Spracherwerbsprozess sind zwei Stadien zu unterscheiden: Im ersten Stadium denkt der Bilinguale nicht ueber die an ihn gerichteten Woerter nach, sondern stellt sich die Situation vor, also den Inhalt, nicht die Form, ehe er antwortet. Ueber dieses Stadium kommen diejenigen Bilingualen nicht hinaus, die zwei Sprachen gleichzeitig als "Geschlossene Systeme" erlernen. Im zweiten Stadium benutzt der Bilinguale die bevorzugte Sprache als Referenzpunkt fuer die Zweitsprache. Da dieser Prozess dem Fremdsprachenlernen am aehnlichsten ist, liegt er der folgenden Untersuchung zur wechselseitigen Beeinflussung der beiden Sprachen zugrunde. Ein weiterer Abschnitt geht auf die Zusammenhaenge von Bilingualismus und Erwerb von linguistischen Kenntnissen ein und stellt dabei die Denk- und Arbeitsweise von bilingualen Dolmetschern sowie Uebersetzern heraus. Da bilinguale Sprecher allen sozialen Schichten angehoeren koennen, steht im letzten Abschnitt an erster Stelle die Forderung, den Fremdsprachenunterricht zu demokratisieren und allen zugaenglich zu machen. Weitere Konsequenzen werden im Bereich des Lehrziels - die Kommunikation, der Inhalt der Botschaft, nicht die Form sollte im Vordergrund stehen -, der Methodik und der Fehlerkorrektur gezogen.
Erfasst vonInformationszentrum für Fremdsprachenforschung, Marburg
Update1998_(CD); 2001/1
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