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AutorPollmer, Kaete
TitelWas hindert hochbegabte Maedchen, Erfolge im Mathematikunterricht zu erreichen?
QuelleIn: Psychologie in Erziehung und Unterricht, 38 (1991) 1, S. 28-36    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0342-183x
SchlagwörterMädchenbildung; Hoch begabter Schüler; Schulleistung; Lernmotivation; Mathematikunterricht; Frauenbildung; DDR
AbstractDr. Kaete Pollmer vom Zentralinstitut fuer Jugendforschung, Leipzig, berichtet hier ueber eine empirische Untersuchung zur Entwicklung der Schulleistung von mathematisch-naturwissenschaftlich hochbegabten Maedchen im Unterrichtsfach Mathematik. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass hochleistungsfaehige Maedchen mit zunehmendem Lebensalter in der Mathematik in ihren Leistungen nachlassen. In die Untersuchung wurden alle Jugendlichen einbezogen, die 1985 in den damaligen Spezialschulen mathematisch- naturwissenschaftlich- technischer Richtung der DDR aufgenommen wurden. Die Schuelerinnen und Schueler waren zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt und kamen in die 9. Klasse. Die Gruppe wurde 2 Jahre hindurch wissenschaftlich beobachtet. Bereits zu Anfang waren die Maedchen mit 21 Prozent zahlenmaessig unterrepraesentiert. Von den Leistungen her waren die Startbedingungen der Maedchen und Jungen vergleichbar, abzulesen an den Erfolgen in den Mathematikolympiaden, die hauptsaechliche Aufnahmekriterien fuer diese Schulen waren. Doch die durchschnittlichen Leistungspositionen in Mathematik und Physik veraenderten sich im Laufe des Beobachtungszeitraums zum Nachteil der Maedchen. Was hinderte die Maedchen weiterzukommen? Die Untersuchung zeigt, dass das Interesse der Maedchen fuer Mathematik in diesen beiden Jahren nicht signifikant hinter das Interesse der Jungen fuer dieses Fach zurueckgefallen war. Allerdings zeigte sich, dass die Maedchen neben Mathematik noch eine Reihe anderer Interessengebiete hatten, und dass die Mathematik innerhalb ihres gesamten fachlichen Interessenprofils selten eine vorherrschende Stellung einnahm. Die Maedchen verteilten ihre intellektuellen Potenzen relativ gleichmaessig auf verschiedene Gebiete, z. B. auf andere naturwissenschaftliche Faecher. Die Jungen hingegen konzentrierten sich eher auf nur eine Interessenrichtung und erreichten damit Leistungsspitzen. Um zu untersuchen, wieweit uebergeordnete Lebensziele die Lernmotivation der hochbegabten Schuelerinnen und Schueler beeinflussen, wurden auch dazu Tests vorgenommen. In bezug auf das Streben nach Pflichterfuellung und Leistung waren bei diesen insgesamt sehr leistungswilligen Jungen und Maedchen keine geschlechtsspezifischen Unterschiede festzustellen. Doch die Jungen zeigten ein staerkeres Streben nach Erfolg und nach Ansehen im Beruf sowie ein ausgepraegteres Interesse am Erwerb von Besitz. Die Maedchen zeigten dafuer eine breitere Palette geistiger Interessen und hatten mehr geistig-kulturelle Beduerfnisse, wozu die Beschaeftigung mit Literatur, Musik, wissenschaftlichen Buechern u. ae. gehoerten. Die Gesamtstruktur der Motivation traegt nach diesen Ergebnissen zu den geschlechtsspezifischen Leistungsunterschieden bei.
Erfasst vonSekretariat der Kultusministerkonferenz, Bonn
Update1998_(CD); 2001/1
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